Analysieren wir einmal kurz, wie die Infoelite (>100) in einem populären sozialen Lesezeichenangebot, dessen Anhänger überwiegend kontrolliertes Vokabular ablehnen und stattdessen ein Höchstmaß an individuellem Chaos als den allerneuesten Fortschritt bejubeln, auf eine aktuelle, ja geradezu allerneueste Entwicklung, nämlich den Start von Windows Live Academic reagiert. (Quelle:
netbib weblog, Hervorhebung durch mich)
Am obigen Zitat gefällt mir, wie der Absolutheitsanspruch einer sogenannten Infoelite auf die Schippe genommen wird. Keiner kann behaupten, daß er das Problem der Inhaltserschließung abschließend gelöst hätte. Bereits bestehende Lösungen habe ich ja bereits in meinem
Posting über den 2. Frankfurter Webmontag im Abschnitt über das Nicht-Taggen erwähnt.
Der von Sascha Carlin in den dortigen Kommentaren gemachte Hinweis, daß man sich auch als Informationswissenschaftler mal auf die Tagger zubewegen sollte, werde ich noch verfolgen.
In der aktuellen c't 9/2006 werden im Artikel "Wissensmanagement bringt Ordnung ins Chaos" (S. 178ff.) verschiedene Softwarelösungen zur Darstellung und Nutzung von Wissenseinheiten in Unternehmen vorgestellt. Mein persönliches Highlight war der Satz, in welchem auf die Notwendigkeit von Handarbeit bei der Erstellung von wirklich guten Ontologien verwiesen wurde.
Fachpersonal kann durch Software unterstützt werden, aber bisher nicht ersetzt werden, liebe Technologiegläubige.