Scheidung verboten
(Rubrik: Ideen_fuer_eine_Zukunft)
Kultur, Tradition und Religion sind in den einzelnen EU-Ländern sehr unterschiedlich. In Malta beispielsweise sieht das Gesetz immer noch nicht die Ehescheidung vor, aber viele Malteser setzten ihre Hoffnungen auf die EU. Doch gegenwärtig herrschen dort oft noch absurde Situationen: von ihren Vätern nicht anerkannte Kinder, gesellschaftlich ausgegrenzte ledige Mütter. Angesichts dieser Zustände wollen viele gar nicht erst heiraten. (Quelle: ARTE - Zoom Europa, Webseite der Sendung vom 09. Mai 2007)
Auf diese neue ARTE-Sendung stieß ich vorhin beim Zappen und landete direkt im obigen angekündigten Beitrag:
FRAU TAVONE (Betroffene): "Und was mich betrifft, ich habe keinen Anspruch auf die Rente meines Mannes!"
(...)
OFF-SPRECHERIN: Auf der Insel leben 100.000 Paare in sogenannter "wilder Ehe", also jedes vierte Paar. Dennoch weigert sich die maltesische Regierung, ein Gesetz zu schaffen, daß die zivilrechtliche Scheidung einer Ehe ermöglicht.
CYNTHIA SCERRI DI BONO (Justizministerium): Wir haben ein Gesetz, das im Ausland vorgenommene Scheidungen anerkennt. Was unsere Gesetze aber nicht vorsehen, das ist der Rechtsakt der Scheidung - aus dem einfachen Grund, weil wir nicht den Bedarf sehen, daß sich Paare in Malta scheiden lassen können. Dieses Thema steht hier nicht auf der Tagesordnung. Daß das so ist, hat einen Grund: wir vertreten die Ansicht, daß eine Ehe so gut wie möglich gelingen sollte.(Quelle: ARTE - Zoom Europa, TV-Wiederholung der Sendung vom 09. Mai 2007 am 11. Mai 2007)
Mit dieser mittelalterlichen Meinung stimmt die maltesische Regierung vollkommen mit der nur wenige Meter vom Justizministerium entfernten katholischen Kirche auf wunderbare Weise überein.
Die gegenwärtig auf die EU gerichteten Hoffnungen der davon betroffenen Malteser werden am Ende des Berichts leider relativiert - auf das Familienrecht der Mitgliedsstaaten hat die EU keinen Einfluß.
Ich denke, es ist an der Zeit, daß überall in Europa die Neuzeit anbricht - am besten ohne reinpfuschende Religionsvertreter. Die Trennung von Staat und Kirche ist daher nach wie vor der richtige Weg.
Auf diese neue ARTE-Sendung stieß ich vorhin beim Zappen und landete direkt im obigen angekündigten Beitrag:
FRAU TAVONE (Betroffene): "Und was mich betrifft, ich habe keinen Anspruch auf die Rente meines Mannes!"
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OFF-SPRECHERIN: Auf der Insel leben 100.000 Paare in sogenannter "wilder Ehe", also jedes vierte Paar. Dennoch weigert sich die maltesische Regierung, ein Gesetz zu schaffen, daß die zivilrechtliche Scheidung einer Ehe ermöglicht.
CYNTHIA SCERRI DI BONO (Justizministerium): Wir haben ein Gesetz, das im Ausland vorgenommene Scheidungen anerkennt. Was unsere Gesetze aber nicht vorsehen, das ist der Rechtsakt der Scheidung - aus dem einfachen Grund, weil wir nicht den Bedarf sehen, daß sich Paare in Malta scheiden lassen können. Dieses Thema steht hier nicht auf der Tagesordnung. Daß das so ist, hat einen Grund: wir vertreten die Ansicht, daß eine Ehe so gut wie möglich gelingen sollte.(Quelle: ARTE - Zoom Europa, TV-Wiederholung der Sendung vom 09. Mai 2007 am 11. Mai 2007)
Mit dieser mittelalterlichen Meinung stimmt die maltesische Regierung vollkommen mit der nur wenige Meter vom Justizministerium entfernten katholischen Kirche auf wunderbare Weise überein.
Die gegenwärtig auf die EU gerichteten Hoffnungen der davon betroffenen Malteser werden am Ende des Berichts leider relativiert - auf das Familienrecht der Mitgliedsstaaten hat die EU keinen Einfluß.
Ich denke, es ist an der Zeit, daß überall in Europa die Neuzeit anbricht - am besten ohne reinpfuschende Religionsvertreter. Die Trennung von Staat und Kirche ist daher nach wie vor der richtige Weg.
Macsico - Fr, 11. Mai 2007, 16:35 - in: Ideen_fuer_eine_Zukunft
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