Zeitenwandel
(Rubrik: Rund_um_Apple_Computer)
Aus dem aktuellen c't-Magazin:
Sonys Design PC hat äußerlich das Zeug, Apple die designbewusste Zielgruppe abspenstig zu machen. In puncto Software-Ergonomie ist man vom direkten Konkurrenten iMac jedoch meilenweit entfernt. Solange dies der Fall ist, kann man sich auch einen 20" iMac für 1500 Euro kaufen und diesen mit TV Tuner und einer Media Center Edition zum Medien PC pimpen - das nette Mac OS X hat man dann als Dreingabe dazu. (sha) (Quelle: Sven Hansen: "Design-Desktop", c't-Magazin Heft 15/2007, Seite 67f.)
Weiter hinten im Magazin finden sich ähnliche Töne:
Rechenspiele
Wie teuer ein Wohnzimmer-PC oder Heimserver im Mini-ITX-Format ist, zeigen folgende Beispielrechnungen: 1 GByte Speicher kostet derzeit - relativ unabhängig vom Typ - rund 40 Euro und eine 2,5"-Notebook-Festplatte mit 160 GByte bekommt man für 75 Euro, einen DVD-Brenner in Slimline-Ausführung für rund 60 Euro. Reicht die Rechenleistung des 1–GHz-C7 aus, so bleibt man inklusive Board (Fuzzy CN700T) und Gehäuse (Cubid 3688) knapp unter 410 Euro.
Deutlich mehr Rechenpower liefert eine Kombination mit Fuzzy 945GM2 und T5500-Notebook-Prozessor. Allerdings liefert das Netzteil des sonst interessanten Cubid-Gehäuses nicht genug Strom, sodass zusammen mit dem Travla-Gehäuse 708 Euro anfallen. Selbst mit einem billigen lntel-Desktop-Prozessor kostet ein System mit dem Commell-Board 714 Euro. Wer dazu noch einen leisen Kühler oder einen schnelleren Prozessor will, muss noch tiefer in die Tasche greifen.
Ab 619 Euro bietet Apple eine Basisversion (Core Duo 1,66 GHz, 512 MByte RAM, 60 GByte Platte) des Mac-Mini an. Der lässt sich zwar nur per USB aufrüsten, schlägt die Mini-ITX-Eigenbauten jedoch dank geringer Lärmentwicklung und schickem Design deutlich. Außerdem gibt es das Betriebssystem gleich mit dazu, eine Windows-Lizenz schlägt beim Eigenbau mit weiteren rund 100 Euro zu Buche. (Quelle: Benjamin Benz: "Quadratisch, praktisch, ...", c't-Magazin Heft 15/2007, Seite 152ff.)
Diese beiden Artikel zusammen in einer Ausgabe waren der Auslöser für diesen Artikel. Das hätte es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben, daß man verschiedene Apple-Geräte als preislich konkurrenzfähig zu Spezial-PCs oder eigenen Konfigurationen einstuft. Durch Apples Wechsel auf Intels x86-Plattform ergeben sich plötzlich ganz neue Sichtweisen, die früher so nicht möglich waren.
In früheren c't-Ausgaben war z.B. die Mini-ITX-Gehäuse eigentlich immer eine Empfehlung für Leute, die einen sehr kleinen und kompakten PC fürs Wohnzimmer haben wollten - heutzutage lohnt sich die Bastelei nur noch für spezielle Wünsche, und immer öfters tritt der Apple Mac mini an seine Stelle. Neben der Preisargumentation ist immer häufiger auch vom WAF die Rede, vom "Women's Acceptance Factor". Heutzutage muss ein Computer im Wohnzimmer auch gut aussehen, was die Frauen natürlich früher erkannt haben - und Apple natürlich. ;-)
Insgesamt scheint Apple sich also in den Herzen und Hirnen der c't-Redaktion deutlich weiter nach vorne gearbeitet zu haben, da Apples Hardware immer öfters nicht mehr als abgehobene Edel-Computer, sondern sogar als preisliche und vor allem einfach zu bedienende Alternative angepriesen wird.
Langsam bleiben nur noch die ewigen Bastelköpfe als Zielgruppe für wilde PC-Eigenkreationen mit Sonderanforderungen übrig, und der Rest of us kann recht gut mit Apple-Hardware die jeweiligen Bedürfnisse abdecken - und zwar wahlweise in Windows und immer öfters auch im Mac OS X. Darauf einen Toast. :-)
Sonys Design PC hat äußerlich das Zeug, Apple die designbewusste Zielgruppe abspenstig zu machen. In puncto Software-Ergonomie ist man vom direkten Konkurrenten iMac jedoch meilenweit entfernt. Solange dies der Fall ist, kann man sich auch einen 20" iMac für 1500 Euro kaufen und diesen mit TV Tuner und einer Media Center Edition zum Medien PC pimpen - das nette Mac OS X hat man dann als Dreingabe dazu. (sha) (Quelle: Sven Hansen: "Design-Desktop", c't-Magazin Heft 15/2007, Seite 67f.)
Weiter hinten im Magazin finden sich ähnliche Töne:
Rechenspiele
Wie teuer ein Wohnzimmer-PC oder Heimserver im Mini-ITX-Format ist, zeigen folgende Beispielrechnungen: 1 GByte Speicher kostet derzeit - relativ unabhängig vom Typ - rund 40 Euro und eine 2,5"-Notebook-Festplatte mit 160 GByte bekommt man für 75 Euro, einen DVD-Brenner in Slimline-Ausführung für rund 60 Euro. Reicht die Rechenleistung des 1–GHz-C7 aus, so bleibt man inklusive Board (Fuzzy CN700T) und Gehäuse (Cubid 3688) knapp unter 410 Euro.
Deutlich mehr Rechenpower liefert eine Kombination mit Fuzzy 945GM2 und T5500-Notebook-Prozessor. Allerdings liefert das Netzteil des sonst interessanten Cubid-Gehäuses nicht genug Strom, sodass zusammen mit dem Travla-Gehäuse 708 Euro anfallen. Selbst mit einem billigen lntel-Desktop-Prozessor kostet ein System mit dem Commell-Board 714 Euro. Wer dazu noch einen leisen Kühler oder einen schnelleren Prozessor will, muss noch tiefer in die Tasche greifen.
Ab 619 Euro bietet Apple eine Basisversion (Core Duo 1,66 GHz, 512 MByte RAM, 60 GByte Platte) des Mac-Mini an. Der lässt sich zwar nur per USB aufrüsten, schlägt die Mini-ITX-Eigenbauten jedoch dank geringer Lärmentwicklung und schickem Design deutlich. Außerdem gibt es das Betriebssystem gleich mit dazu, eine Windows-Lizenz schlägt beim Eigenbau mit weiteren rund 100 Euro zu Buche. (Quelle: Benjamin Benz: "Quadratisch, praktisch, ...", c't-Magazin Heft 15/2007, Seite 152ff.)
Diese beiden Artikel zusammen in einer Ausgabe waren der Auslöser für diesen Artikel. Das hätte es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben, daß man verschiedene Apple-Geräte als preislich konkurrenzfähig zu Spezial-PCs oder eigenen Konfigurationen einstuft. Durch Apples Wechsel auf Intels x86-Plattform ergeben sich plötzlich ganz neue Sichtweisen, die früher so nicht möglich waren.
In früheren c't-Ausgaben war z.B. die Mini-ITX-Gehäuse eigentlich immer eine Empfehlung für Leute, die einen sehr kleinen und kompakten PC fürs Wohnzimmer haben wollten - heutzutage lohnt sich die Bastelei nur noch für spezielle Wünsche, und immer öfters tritt der Apple Mac mini an seine Stelle. Neben der Preisargumentation ist immer häufiger auch vom WAF die Rede, vom "Women's Acceptance Factor". Heutzutage muss ein Computer im Wohnzimmer auch gut aussehen, was die Frauen natürlich früher erkannt haben - und Apple natürlich. ;-)
Insgesamt scheint Apple sich also in den Herzen und Hirnen der c't-Redaktion deutlich weiter nach vorne gearbeitet zu haben, da Apples Hardware immer öfters nicht mehr als abgehobene Edel-Computer, sondern sogar als preisliche und vor allem einfach zu bedienende Alternative angepriesen wird.
Langsam bleiben nur noch die ewigen Bastelköpfe als Zielgruppe für wilde PC-Eigenkreationen mit Sonderanforderungen übrig, und der Rest of us kann recht gut mit Apple-Hardware die jeweiligen Bedürfnisse abdecken - und zwar wahlweise in Windows und immer öfters auch im Mac OS X. Darauf einen Toast. :-)
Macsico - Do, 19. Jul 2007, 10:36 - in: Rund_um_Apple_Computer
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