Edle Menschen, eingepfercht
(Rubrik: Konsumtraumata)
Rot. Einfach rot war es - das Absperrband, mit dem gestern Abend Teile der Wandelhalle im Hamburger Hauptbahnhof umzäunt waren. Dazu Teppich, Stehtischchen mit Gläsern und ein Catering-üblicher Freßstand. Ausrichter war Feinkost-Gosch, der schon einen Laden in der Wandelhalle betreibt.
Als ich dieses Gesamtkunstwerk zuerst leer sah, fand ich es nicht auffällig. Eben eines dieser sinnlosen Edel-Freß-Ereignisse, wie sie heutzutage öfters vorkommen. Als ich jedoch später wieder daran vorbeiging, war der rote Edel-Pferch mit mehr oder minder festlich gekleideten Menschen gefüllt. Und da fing es, mir aufzufallen und sogar Spaß zu bringen.
Links und rechts davon (es war in der Halle mittig angelegt) lief der Normalbetrieb weiter, "drinnen" standen redend und trinkend Menschen, fein säuberlich abgetrennt durch das rote Absperrband. Sah aus wie eine Herde, die man in ihren roten Corral getrieben hatte. Richtig putzig sah es dort aus, wo die wegen Überfüllung des Stehkobens draußen stehenden (geladenen?) Menschen mit den drinnen stehenden prosteten. Quasi grenzüberschreitend. Ob eine derartige Fraternisierung mit freien Trinkern überhaupt zulässig war?
Die wichtigste Frage aus meiner Sicht ist allerdings, ob die Getränke wohl anders geschmeckt haben, wenn man innerhalb der roten Absperrung eingepfercht war?
Als ich dieses Gesamtkunstwerk zuerst leer sah, fand ich es nicht auffällig. Eben eines dieser sinnlosen Edel-Freß-Ereignisse, wie sie heutzutage öfters vorkommen. Als ich jedoch später wieder daran vorbeiging, war der rote Edel-Pferch mit mehr oder minder festlich gekleideten Menschen gefüllt. Und da fing es, mir aufzufallen und sogar Spaß zu bringen.
Links und rechts davon (es war in der Halle mittig angelegt) lief der Normalbetrieb weiter, "drinnen" standen redend und trinkend Menschen, fein säuberlich abgetrennt durch das rote Absperrband. Sah aus wie eine Herde, die man in ihren roten Corral getrieben hatte. Richtig putzig sah es dort aus, wo die wegen Überfüllung des Stehkobens draußen stehenden (geladenen?) Menschen mit den drinnen stehenden prosteten. Quasi grenzüberschreitend. Ob eine derartige Fraternisierung mit freien Trinkern überhaupt zulässig war?
Die wichtigste Frage aus meiner Sicht ist allerdings, ob die Getränke wohl anders geschmeckt haben, wenn man innerhalb der roten Absperrung eingepfercht war?
Macsico - Fr, 10. Mrz 2006, 16:26 - in: Konsumtraumata
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 399 Artikelaufrufe
die_anstaendige - 10. Mrz, 22:24
BESTIMMT!!! :) Das schmeckt dann nach Wichtigsein *g*
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