Houston, ich habe Bodenkontakt
(Rubrik: Fussgaengerbeobachtungen)
Aus der Reihe "Dinge, für die man eigentlich zu alt sein sollte". "Gehwegverhältnisse, die man erst bei Tageslicht erkannt haben sollte, bevor man sie in der Nacht benutzt."
Aussteigen aus der U3 Richtung Barmbek. Treppe runter, nach links in den Eppendorfer Baum Richtung Klosterstern einbiegen. Erste Kreuzung samt Ampel kommt näher. Grün! Toll, gleich rüber. Hm, geradeaus weiter an der hellen, aber lauten Straße? Oder nach links in die lauschige Nebenstraße?
Nebenstraße! Nicht so hell, aber deutlich weniger fahrende Autos. Baustellenbedingte Absperrungen im Halbdunkel umrunden, so wie gestern abend auch. Vor mir kreuzt eine Frau den Fußweg, die auch aus der U-Bahn kam, aber einfach diagonal über die Straße rüber ging und nun in einen Vorgarten einbiegt, sie winkt schon nach oben.
Ich gehe weiter. Zumindest versuchsweise. Da springt mir ein Monster ans Bein. Es hat glühend rote Augen und spricht mit Höllenstimme und will mein Bein und dann meine Seele haben ...
Das glaubt ihr mir nicht? Ok, dann nicht. Eigentlich bleibt nur mein rechter Schuhvorderkante an einer hochstehenden Fußwegplatte hängen und ich produziere fabelhafte Beinspaghetti, da ich relativ schnell gehe. Und dann kommt Houston ins Spiel. Ich kann eine Landung vermelden. Auf dem rechten Knie. Natürlich trage ich eine kurze Hose. Und abrollen auf die Seite war nicht drin, denn das Notebook war im Rucksack auf dem Rücken, und auf das werfe ich mich nicht drauf.
Die elegant gekleidete Dame kommt zurück auf mich zu und fragt, ob alles OK wäre. Und sie fragt es zweimal. Ich kann es zweimal bestätigen, nachdem zumindest mein Hosentascheninhalt (Cargo-Bermudas) weder rausgefallen noch zerstört ist, wie ein schneller Griff zeigt. Ich beruhige sie und gehe dann weiter.
Häuptling Tapferer Rucksack merkt fünf Minuten später dann in der Unterkunft, wie hübsch eine leichte Schürfwunde brennen kann. Nichts großartiges, aber sagenhaft eindrucksvoll.
Ich glaub', ich bau' mir Spoiler oder Kufen an die Sandalen, um Hamburgs Achterbahnfußwege zukünftig besser zu meistern.
Nachtrag 13:44 Uhr: Bin eben mal den Eppendorfer Weg abgelaufen und stieß an vielen Straßeneinmündungen auf ein Schild, welches auf den zu erwartenden unebenen Fußweg hinwies und die damit verbundene Stolpergefahr. Mitgeteilt vom Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel.
In einem Bioladen am Eppendorfer Weg wurde mir nach meiner diesbezüglichen Frage erklärt, daß der Grund und Boden in Eppendorf wohl moorig wäre und man daher immer damit rechnen müsste, daß sich Gehwegplatten heben. Daraufhin konnte ich erklären, daß ich das bereits im Selbstversuch am Vorabend herausgefunden hatte ...
Aussteigen aus der U3 Richtung Barmbek. Treppe runter, nach links in den Eppendorfer Baum Richtung Klosterstern einbiegen. Erste Kreuzung samt Ampel kommt näher. Grün! Toll, gleich rüber. Hm, geradeaus weiter an der hellen, aber lauten Straße? Oder nach links in die lauschige Nebenstraße?
Nebenstraße! Nicht so hell, aber deutlich weniger fahrende Autos. Baustellenbedingte Absperrungen im Halbdunkel umrunden, so wie gestern abend auch. Vor mir kreuzt eine Frau den Fußweg, die auch aus der U-Bahn kam, aber einfach diagonal über die Straße rüber ging und nun in einen Vorgarten einbiegt, sie winkt schon nach oben.
Ich gehe weiter. Zumindest versuchsweise. Da springt mir ein Monster ans Bein. Es hat glühend rote Augen und spricht mit Höllenstimme und will mein Bein und dann meine Seele haben ...
Das glaubt ihr mir nicht? Ok, dann nicht. Eigentlich bleibt nur mein rechter Schuhvorderkante an einer hochstehenden Fußwegplatte hängen und ich produziere fabelhafte Beinspaghetti, da ich relativ schnell gehe. Und dann kommt Houston ins Spiel. Ich kann eine Landung vermelden. Auf dem rechten Knie. Natürlich trage ich eine kurze Hose. Und abrollen auf die Seite war nicht drin, denn das Notebook war im Rucksack auf dem Rücken, und auf das werfe ich mich nicht drauf.
Die elegant gekleidete Dame kommt zurück auf mich zu und fragt, ob alles OK wäre. Und sie fragt es zweimal. Ich kann es zweimal bestätigen, nachdem zumindest mein Hosentascheninhalt (Cargo-Bermudas) weder rausgefallen noch zerstört ist, wie ein schneller Griff zeigt. Ich beruhige sie und gehe dann weiter.
Häuptling Tapferer Rucksack merkt fünf Minuten später dann in der Unterkunft, wie hübsch eine leichte Schürfwunde brennen kann. Nichts großartiges, aber sagenhaft eindrucksvoll.
Ich glaub', ich bau' mir Spoiler oder Kufen an die Sandalen, um Hamburgs Achterbahnfußwege zukünftig besser zu meistern.
Nachtrag 13:44 Uhr: Bin eben mal den Eppendorfer Weg abgelaufen und stieß an vielen Straßeneinmündungen auf ein Schild, welches auf den zu erwartenden unebenen Fußweg hinwies und die damit verbundene Stolpergefahr. Mitgeteilt vom Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel.
In einem Bioladen am Eppendorfer Weg wurde mir nach meiner diesbezüglichen Frage erklärt, daß der Grund und Boden in Eppendorf wohl moorig wäre und man daher immer damit rechnen müsste, daß sich Gehwegplatten heben. Daraufhin konnte ich erklären, daß ich das bereits im Selbstversuch am Vorabend herausgefunden hatte ...
Macsico - Di, 04. Jul 2006, 00:07 - in: Fussgaengerbeobachtungen
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