Konsumdämpfer
(Rubrik: Konsumtraumata)
Gestern habe ich in zwei Läden sechs Gegenstände gekauft. Zuhause stellte ich nach dem Auspacken fest, daß bereits zwei Gegenstände Mängel aufwiesen.
Die Korktafel aus dem Büroartikelhandel zeigte neben einem die Stabilität vermindernden 4-mm-Schlitz zwischen Rahmen und Korkplatte noch die freundliche Eigenschaft, kleiner als angegeben zu sein. Ich hatte also statt einer 60x90 cm-Tafel eine 59x89 cm-Tafel angedreht bekommen. Fand der Mitarbeiter im Büroartikelladen heute gar nicht lustig, als ich auf das Mindermaß hinwies, das sichtbar von allen restlichen Tafeln im Lagerregal geteilt wurde. Er schwieg zu dem Thema und gab mir rasch ein Austausch-Tafel, hoffentlich ohne Schlitz.
Vielleicht sollte ich denen mal das Eichamt hinterher schicken - wer permanent zu kleine Ware verkauft, hat vielleicht noch mehr Dreck am Stecken?
Von den zwei elektronischen Zeitschaltuhren aus dem Baumarkt glänzt eine bereits als Totalausfall - das Display ist trotz bereits überschrittener Mindestladezeit für den eingebauten Akku immer noch leer wie ein Blatt Papier.
Die restlichen Produkte funktionieren alle, was aber angesichts ihrer Einfachheit auch ein Wunder wäre, wenn sie es nicht täten.
Zwei von sechs Artikeln - das sind 33,3% Murks. Wie soll sich bitteschön das Konsumklima in Deutschland verbessern, wenn schon ein beliebiger Zufallskauf sowohl Zweifel an der Rechtfertigkeit als auch an der Qualitätskontrolle von Händlern aufkommen läßt? Wenn ich langsam keinem mehr durchgehend vertrauen kann, kann ich es auch irgendwie sein lassen und mich anderweitig behelfen. Viele Artikel sind nicht wirklich notwendig, sie sind nur sehr hilfreich, aber nicht entscheidend.
Den «Geiz ist geil!»-Marketingpfeifen schmettere ich daher ein »Lüg' mich nicht an!» entgegen.
Nachtrag: Die zweite elektronische Zeitschaltuhr ist doch nicht kaputt. Man mußte nur den Resetschalter drücken. Das ist der versenkte Knopf, der aussieht wie eine Kontrolleuchte, also gut zu übersehen ist. Dieses Geheimwissen erfährt man aber nur, wenn man in der an sich gut bebilderten Anleitung den Einleitungstext liest, der in winzigen 1 mm großen Buchstaben gedruckt ist.
Dort steht: «Die "MASTER CLEAR" Taste ist auch dann zu drücken, wenn die die Uhr nicht mehr auf Eingaben reagiert oder nicht mehr läuft.» Aha! Diese digitalen Zeitschaltuhren verhalten sich also schon genauso wie abgestürzte PCs - nach einem Absturz einfach mal einen Reset auslösen. Tolle Technik.
Ich kam übrigens erst darauf, die Anleitung nochmals genauestens zu studieren, weil ich durch das Zwischenschalten eines Leistungsmesser festgestellt hatte, daß durch die Zeitschaltuhr doch Strom verbraucht wurde. Und wer Strom verbraucht, kann nicht ganz kaputt sein, war meine Schlußfolgerung.
Die Korktafel aus dem Büroartikelhandel zeigte neben einem die Stabilität vermindernden 4-mm-Schlitz zwischen Rahmen und Korkplatte noch die freundliche Eigenschaft, kleiner als angegeben zu sein. Ich hatte also statt einer 60x90 cm-Tafel eine 59x89 cm-Tafel angedreht bekommen. Fand der Mitarbeiter im Büroartikelladen heute gar nicht lustig, als ich auf das Mindermaß hinwies, das sichtbar von allen restlichen Tafeln im Lagerregal geteilt wurde. Er schwieg zu dem Thema und gab mir rasch ein Austausch-Tafel, hoffentlich ohne Schlitz.
Vielleicht sollte ich denen mal das Eichamt hinterher schicken - wer permanent zu kleine Ware verkauft, hat vielleicht noch mehr Dreck am Stecken?
Von den zwei elektronischen Zeitschaltuhren aus dem Baumarkt glänzt eine bereits als Totalausfall - das Display ist trotz bereits überschrittener Mindestladezeit für den eingebauten Akku immer noch leer wie ein Blatt Papier.
Die restlichen Produkte funktionieren alle, was aber angesichts ihrer Einfachheit auch ein Wunder wäre, wenn sie es nicht täten.
Zwei von sechs Artikeln - das sind 33,3% Murks. Wie soll sich bitteschön das Konsumklima in Deutschland verbessern, wenn schon ein beliebiger Zufallskauf sowohl Zweifel an der Rechtfertigkeit als auch an der Qualitätskontrolle von Händlern aufkommen läßt? Wenn ich langsam keinem mehr durchgehend vertrauen kann, kann ich es auch irgendwie sein lassen und mich anderweitig behelfen. Viele Artikel sind nicht wirklich notwendig, sie sind nur sehr hilfreich, aber nicht entscheidend.
Den «Geiz ist geil!»-Marketingpfeifen schmettere ich daher ein »Lüg' mich nicht an!» entgegen.
Nachtrag: Die zweite elektronische Zeitschaltuhr ist doch nicht kaputt. Man mußte nur den Resetschalter drücken. Das ist der versenkte Knopf, der aussieht wie eine Kontrolleuchte, also gut zu übersehen ist. Dieses Geheimwissen erfährt man aber nur, wenn man in der an sich gut bebilderten Anleitung den Einleitungstext liest, der in winzigen 1 mm großen Buchstaben gedruckt ist.
Dort steht: «Die "MASTER CLEAR" Taste ist auch dann zu drücken, wenn die die Uhr nicht mehr auf Eingaben reagiert oder nicht mehr läuft.» Aha! Diese digitalen Zeitschaltuhren verhalten sich also schon genauso wie abgestürzte PCs - nach einem Absturz einfach mal einen Reset auslösen. Tolle Technik.
Ich kam übrigens erst darauf, die Anleitung nochmals genauestens zu studieren, weil ich durch das Zwischenschalten eines Leistungsmesser festgestellt hatte, daß durch die Zeitschaltuhr doch Strom verbraucht wurde. Und wer Strom verbraucht, kann nicht ganz kaputt sein, war meine Schlußfolgerung.
Macsico - Di, 21. Nov 2006, 18:43 - in: Konsumtraumata
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