Durchbruch in der Leseförderung
(Rubrik: Lernlust_und_Bildung)
Auf dem Rückweg nach Hamburg passierte es im Zug. Ich mußte es anhören. Es war un-aus-weich-lich! Und fast unglaublich!
Eine Mutter hat ihrem Sohn aus einen Kinderbuch vorgelesen. Mit fester Stimme, gutem Klang und gelungener Akzentuierung. Und sie tat es laut, aber nicht unangenehm. Und der Junge hörte zu. Achtete auf das, was sie erzählte. War gespannt bei der Sache.
Kurz vor dem Aussteigen dankte ich der Dame noch für die kleine Lesung, deren Ohrenzeuge ich wurde. Ich meinte, sie hätte wohl auch Übung darin, so gut wie sie gelesen hätte? Sie antwortete, daß es ja nicht nur gut für ihn wäre, sondern ihr auch Spaß bringen würde.
Würden bloß mehr Eltern so denken und handeln. Leseförderung heisst auch, daß man Kindern durch Vorlesen die eigene Sprache und ein Sprachgefühl dafür vermittelt, und sie nicht nur einfach von seelenlosen Geräten herunterplappern lässt. Aber das ist den meisten vermutlich schon zuviel Aufwand.
Eine Mutter hat ihrem Sohn aus einen Kinderbuch vorgelesen. Mit fester Stimme, gutem Klang und gelungener Akzentuierung. Und sie tat es laut, aber nicht unangenehm. Und der Junge hörte zu. Achtete auf das, was sie erzählte. War gespannt bei der Sache.
Kurz vor dem Aussteigen dankte ich der Dame noch für die kleine Lesung, deren Ohrenzeuge ich wurde. Ich meinte, sie hätte wohl auch Übung darin, so gut wie sie gelesen hätte? Sie antwortete, daß es ja nicht nur gut für ihn wäre, sondern ihr auch Spaß bringen würde.
Würden bloß mehr Eltern so denken und handeln. Leseförderung heisst auch, daß man Kindern durch Vorlesen die eigene Sprache und ein Sprachgefühl dafür vermittelt, und sie nicht nur einfach von seelenlosen Geräten herunterplappern lässt. Aber das ist den meisten vermutlich schon zuviel Aufwand.
Macsico - So, 14. Jan 2007, 22:58 - in: Lernlust_und_Bildung
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 620 Artikelaufrufe
FrauH. (anonym) - 14. Jan, 23:09
Lesen will vermittelt werden...und es wird nachgeahmt. Heutzutage leider viel zu selten. Dabei ist es doch so schön!
inaleon - 15. Jan, 22:19
Ich kann mich der Mutter nur anschließen: Mir haben manche Kinderbücher fast mehr Spaß gemacht als meinem Junior. So war es ein gemeinsames Erlebnis. Und aus den Kinderbüchern kann man ja unheimlich viel lernen.



und kaum war ich mal nicht bei der sache, haben meine kinder reklamiert: "der hatte gestern aber eine andere stimme!"
ja, und später hab ich dann die bücher, die ich ihnen vorgelesen hab, sogar selber geschrieben. da konnten sie aber schon lesen.
und trotzdem. meine tochter ist eine leseratte. mein sohn liest hauptsächlich traktor-kataologe.
Die Wiederholung als
Vorlesen ist was feines. Es gibt im WDR-Radio eine Sendung, die heisst "Die Vorleser", moderiert von Jess Jochimsen. Habe ich immer wieder gerne gehört, ist mir aber in den letzten Monaten "abhanden" gekommen. Auch und gerade für Erwachsene sehr schön.
Eine Leseratte bin ich auch. Mit fünf war ich bereits Dauerbesucher meiner örtlichen Stadtbücherei - mit sechs bekam ich endlich meinen ersten Ritterschlag: der eigene Leseausweis. Lesen konnte ich bereits in Grundzügen vor der ersten Klasse, und es ist bis heute eine meiner Kernqualifikationen. Lesefähigkeit und Leseverständnis - in einer teilweise absurden Geschwindigkeit, aber sehr hilfreich in stressigen Jobs.
Obwohl ... eine Zeitlang habe ich den 1977er-Autokatalog geliebt und in Ehren gehalten, kannte vieles daraus auswendig. *g*