Halbfinale im goldbekHaus
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)
Heute war die Reihe 1 vor mir besetzt - mit einem Damenquartett auf Hamburg-Tour. Woher ich das weiß? Wir kamen ins Gespräch, weil uns der erste Künstler des Abends erstaunte, die zweite Gruppe uns hingegen überhaupt nicht gefiel - und zwar ausdrücklich.
Matthias Egersdörfer lieferte eine teilweise sperrigwirkende erscheinende, trotzdem gut gelungene erste Runde ab, die das Publikum gut unterhalten hat. Mir haben einige Sachen nicht so ganz gefallen, weil er sie brüllend vorgetragen hat. Handwerklich & inhaltlich ok, aber nicht so ganz meine Tonlage.
Die zweite Runde wurde vom Duo Ulan & Bator bestritten. Sie waren aus der Hauptrunde des gestrigen Abends im Haus Drei (Altona) als Sieger hervorgegangen und per Schicksal oder Zufallsprinzip ins goldbekHaus eingeteilt worden, wo ich ja schon gestern abend war. Und heute abend auch, die Karte hatte ich nach dem Prinzip Hoffnung bereits zusammen mit der ersten gekauft.
Die Hoffnung hatte mich allerdings bereits heute morgen verlassen, als ich online las, daß Ulan & Bator ihr Halbfinale in meiner Anwesenheit bestreiten würden. Ich wähnte sie vor der Vorstellung sogar als sichere Gewinner dieses Abends, was sich aber mit zunehmender Dauer ihrer Bühnenshow vor meinen Augen ins Gegenteil verkehrte. Einer der Sketche war derartig nervig und vor allem langgezogen, daß mehrfach Buhrufe aus dem Publikum kamen und teilweise "aufhören" skandiert wurde.
Mir waren sie vorher bereits aus Fernsehauftritten bekannt, und ich mochte sie schon dort nicht. Die Bühnenshow bestätigte mir meinen Eindruck noch mehr - viele kleine Nümmerchen, zusammenhanglos, manchmal vorhersagbar, teilweise ganz lustig, aber in der Gesamtheit eher wenig ansprechend für mich.
Vor allem fiel mir der eigentlich nicht vorhandene Bezug zum Saal-Publikum sehr deutlich auf. Egersdörfer hingegen hatte das Damenquartett vor mir angesichts ihrer häufigen Dialekt-Verständnisprobleme öfters mal »drangenommen» - "wenns was net verstehn, sogens 'Obacht'!".
Das Votum des Publikums fiel mit 124:88 Stimmen sehr eindeutig für Egersdörfer aus, welchem auch die Jury einstimmig folgte.
Morgen findet dann das Finale des 5. Hamburger Comedy-Pokals im Schmidts TIVOLI statt, wo die fünf Gewinner des heutigen Abends um die ersten drei Plätze wetteifern.
Für mich waren es zwei schöne Veranstaltungen mit interessierten Mitzuschauern in einem schönen Ambiente. Nächstes Mal muß ich bloß meinem Glück etwas nachhelfen, damit mir nicht wieder ein bereits bekannter Künstler einer unerwünschten «Geschmackrichtung» vor die Flinte springt.
Nachtrag, Sonntag 23:31 Uhr: Da habe ich doch glatt noch einen Künstler im Eifer des Gefechts vergessen - Axel!
In der Auszählpause nach beiden Runden verloste der Moderator Kerim Pamuk 2 x 2 Freikarten für weitere Veranstaltungen im goldbekHaus. Bereits zu Anfang des Abends hatte er verkündet, daß einer der Briefumschläge an denjenigen gehen würde, der auf der Bühne etwas vorführen würde. Als er dieses nun während der Wartezeit wiederholte, brauchte er nicht lange zu warten.
Zack, sprang Axel aus der ersten Reihe auf die Bühne, nahm seine Brille ab und sang uns ein tolles Lied. Leider fehlte ihm eine Musikbegleitung, aber durch seine Art des Vorsingens und seine sehr gute Bühnenpräsenz hat er uns alle hellauf begeistert. Seine kraftvolle Stimme tat ein übriges dazu. Kerim fragte ihn danach, woher das Lied stammen würde - selbst komponiert, war die Antwort. Einfach toll. Und woher weiß ich Axels Name?
Kerim Pamuk hatte seine Anfangsmoderation dafür genutzt, zur Belustigung aller einfach mal eine Selbstvorstellungsrunde durch die ganze Reihe 1 absolvieren zu lassen. Schon dort fiel Axel durch seine fantasievolle Antwort auf, was ihm nun zugute kam.
Matthias Egersdörfer lieferte eine teilweise sperrig
Die zweite Runde wurde vom Duo Ulan & Bator bestritten. Sie waren aus der Hauptrunde des gestrigen Abends im Haus Drei (Altona) als Sieger hervorgegangen und per Schicksal oder Zufallsprinzip ins goldbekHaus eingeteilt worden, wo ich ja schon gestern abend war. Und heute abend auch, die Karte hatte ich nach dem Prinzip Hoffnung bereits zusammen mit der ersten gekauft.
Die Hoffnung hatte mich allerdings bereits heute morgen verlassen, als ich online las, daß Ulan & Bator ihr Halbfinale in meiner Anwesenheit bestreiten würden. Ich wähnte sie vor der Vorstellung sogar als sichere Gewinner dieses Abends, was sich aber mit zunehmender Dauer ihrer Bühnenshow vor meinen Augen ins Gegenteil verkehrte. Einer der Sketche war derartig nervig und vor allem langgezogen, daß mehrfach Buhrufe aus dem Publikum kamen und teilweise "aufhören" skandiert wurde.
Mir waren sie vorher bereits aus Fernsehauftritten bekannt, und ich mochte sie schon dort nicht. Die Bühnenshow bestätigte mir meinen Eindruck noch mehr - viele kleine Nümmerchen, zusammenhanglos, manchmal vorhersagbar, teilweise ganz lustig, aber in der Gesamtheit eher wenig ansprechend für mich.
Vor allem fiel mir der eigentlich nicht vorhandene Bezug zum Saal-Publikum sehr deutlich auf. Egersdörfer hingegen hatte das Damenquartett vor mir angesichts ihrer häufigen Dialekt-Verständnisprobleme öfters mal »drangenommen» - "wenns was net verstehn, sogens 'Obacht'!".
Das Votum des Publikums fiel mit 124:88 Stimmen sehr eindeutig für Egersdörfer aus, welchem auch die Jury einstimmig folgte.
Morgen findet dann das Finale des 5. Hamburger Comedy-Pokals im Schmidts TIVOLI statt, wo die fünf Gewinner des heutigen Abends um die ersten drei Plätze wetteifern.
Für mich waren es zwei schöne Veranstaltungen mit interessierten Mitzuschauern in einem schönen Ambiente. Nächstes Mal muß ich bloß meinem Glück etwas nachhelfen, damit mir nicht wieder ein bereits bekannter Künstler einer unerwünschten «Geschmackrichtung» vor die Flinte springt.
Nachtrag, Sonntag 23:31 Uhr: Da habe ich doch glatt noch einen Künstler im Eifer des Gefechts vergessen - Axel!
In der Auszählpause nach beiden Runden verloste der Moderator Kerim Pamuk 2 x 2 Freikarten für weitere Veranstaltungen im goldbekHaus. Bereits zu Anfang des Abends hatte er verkündet, daß einer der Briefumschläge an denjenigen gehen würde, der auf der Bühne etwas vorführen würde. Als er dieses nun während der Wartezeit wiederholte, brauchte er nicht lange zu warten.
Zack, sprang Axel aus der ersten Reihe auf die Bühne, nahm seine Brille ab und sang uns ein tolles Lied. Leider fehlte ihm eine Musikbegleitung, aber durch seine Art des Vorsingens und seine sehr gute Bühnenpräsenz hat er uns alle hellauf begeistert. Seine kraftvolle Stimme tat ein übriges dazu. Kerim fragte ihn danach, woher das Lied stammen würde - selbst komponiert, war die Antwort. Einfach toll. Und woher weiß ich Axels Name?
Kerim Pamuk hatte seine Anfangsmoderation dafür genutzt, zur Belustigung aller einfach mal eine Selbstvorstellungsrunde durch die ganze Reihe 1 absolvieren zu lassen. Schon dort fiel Axel durch seine fantasievolle Antwort auf, was ihm nun zugute kam.
Macsico - Sa, 27. Jan 2007, 23:58 - in: Kabarett_und_Comedy
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