Nächtliches Zusammentreffen
(Rubrik: Verkehrliches)
Kaum schaut man mal spätabends im Restaurant nicht auf die Uhr, schon fährt die U-Bahn nicht mehr durchgehend zurück in Richtung Innenstadt und endet deutlich vorher. Zum Glück gab es an der Station «U Ochsenzoll» freundliche Hochbahn-Angestellte, die mir verrieten, wie man trotzdem nach Winterhude und somit nach Hause kommt.
Oder man fragt die SMS-Auskunft des HVV. Auf die Idee kam ich aber erst, nachdem ich bereits an der Haltestelle stand, die ich mir soeben inklusive Liniennummer und -richtung erfragt hatte und das dortige Plakat zu dem Thema sah.
Nun fahren in Hamburg wochentags immerhin Nachtbusse (im Gegensatz zu Frankfurt mit seinem reinen Wochenend-Betrieb), aber sie fahren nicht sehr häufig. In meinem Fall lief es auf 40 Minuten Wartezeit hinaus. War aber nicht schlimm, denn ich war ja nicht allein. Da war noch so ein Gestrandeter wie ich, mit dem ich mich trotz seiner Fahne noch einigermaßen unterhalten konnte, da er nicht sturzbesoffen war.
Und dann kam der junge Türke. Er fragte auch, wann der Bus kommen würde. Mittlerweile waren es noch 30 Minuten bis zu dessen Ankunft. Und dann fing er einfach an zu erzählen, daß er die wenigen Nachtbusse seltsam finden würde, in der Türkei würden die Busse 24 Stunden am Tag fahren. Er gab zu, daß er aber noch nicht alles so gut kennen würde, er wäre erst wieder 16 Monate in Deutschland, nachdem er es als 3-jähriger auf Wunsch seiner Eltern verlassen mußte.
Das Gespräch setze sich fort und kam vor allem dann in Gang, als sich herausstellte, daß er so wie ich auch mal in Offenbach/Main gewohnt hatte. Eine Stunde später stieg ich dann an meiner Zielhaltestelle aus dem Bus aus und hatte ein gutes langes Gespräch mit einem modernen, aber trotzdem traditionsbewußten jungen Türken geführt.
Unsere Themen reichten von gutem türkischen Essen über Fehlinterpretationen des Korans durch die islamistischen Terroristen bis hin zu Atatürks Leistungen für die moderne Türkei. Dann hatte er auch noch von seiner fleissigen deutschen Frau erzählt, welche im Nahverkehr tätig ist und von der er eine hohe Meinung hat.
Für mich war dieses Gespräch die schöne Abrundung eines gelungenen Abends.
Oder man fragt die SMS-Auskunft des HVV. Auf die Idee kam ich aber erst, nachdem ich bereits an der Haltestelle stand, die ich mir soeben inklusive Liniennummer und -richtung erfragt hatte und das dortige Plakat zu dem Thema sah.
Nun fahren in Hamburg wochentags immerhin Nachtbusse (im Gegensatz zu Frankfurt mit seinem reinen Wochenend-Betrieb), aber sie fahren nicht sehr häufig. In meinem Fall lief es auf 40 Minuten Wartezeit hinaus. War aber nicht schlimm, denn ich war ja nicht allein. Da war noch so ein Gestrandeter wie ich, mit dem ich mich trotz seiner Fahne noch einigermaßen unterhalten konnte, da er nicht sturzbesoffen war.
Und dann kam der junge Türke. Er fragte auch, wann der Bus kommen würde. Mittlerweile waren es noch 30 Minuten bis zu dessen Ankunft. Und dann fing er einfach an zu erzählen, daß er die wenigen Nachtbusse seltsam finden würde, in der Türkei würden die Busse 24 Stunden am Tag fahren. Er gab zu, daß er aber noch nicht alles so gut kennen würde, er wäre erst wieder 16 Monate in Deutschland, nachdem er es als 3-jähriger auf Wunsch seiner Eltern verlassen mußte.
Das Gespräch setze sich fort und kam vor allem dann in Gang, als sich herausstellte, daß er so wie ich auch mal in Offenbach/Main gewohnt hatte. Eine Stunde später stieg ich dann an meiner Zielhaltestelle aus dem Bus aus und hatte ein gutes langes Gespräch mit einem modernen, aber trotzdem traditionsbewußten jungen Türken geführt.
Unsere Themen reichten von gutem türkischen Essen über Fehlinterpretationen des Korans durch die islamistischen Terroristen bis hin zu Atatürks Leistungen für die moderne Türkei. Dann hatte er auch noch von seiner fleissigen deutschen Frau erzählt, welche im Nahverkehr tätig ist und von der er eine hohe Meinung hat.
Für mich war dieses Gespräch die schöne Abrundung eines gelungenen Abends.
Macsico - Do, 01. Feb 2007, 08:15 - in: Verkehrliches
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Fieber?
gehts eigentlich noch?
die schreibst über einen "türken" wie über einen tier aus dem zoo.
hast du noch nie in deinem leben mit einem "türken" geredet?
hast du gedacht das sind ausserirdische?
meine güte.
unglaublich.
Und wirklich schön, daß mich so gut kennst, um meine Einstellung zu Menschen anderer Nationalität so genau beschreiben zu können.
Mich rührt zu Tränen, wie sehr Du besorgt bist, daß ich auch ja keinen falschen Eindruck von unseren Mitmenschen mit Migrationshintergrund hier in meinem Blog hinterlasse.
Du bist bestimmt ein guter Deutscher. Ich kenn' das, ich spüre das förmlich. Gute Deutsche wie Du sind oft zu feige, zu ihren Kommentaren Homepage oder Email-Adresse einzutragen.
Hätte ich ein Auto, dann würde da ein Aufkleber dran sein: "Ich bremse eventuell auch für gute Deutsche!"
Enough said. Go sit in the corner.