Liveeintrag: Frankfurt Hbf
(Rubrik: Verkehrliches)
Zug nach Hamburg hat mittlerweile 20 - 25 Minuten Verspätung. Als ich am Bahnhof ankam, waren es «nur» 15 Minuten.
Nachtrag, 16.02.2007, 0:45 Uhr: Soeben bin zur Tür hereinspaziert. Es kam nämlich noch dicker - oder wie der 18:58er (ICE 572) ab Frankfurt eine Odyssee unternahm.
In Uelzen wurde der Zug außerplanmäßig gestoppt, bis dahin hatte er konstant 22 Minuten Verspätung durchgehalten.
Per Lautsprecher wurde uns mitgeteilt, daß ein Selbstmordkandidat bei Bardowick gerade Katz und Maus mit der Bundespolizei spielen würde. Weil er sich mit einem Zug ermorden wollte, hatte die Bundespolizei vorsorglich jeglichen Zugverkehr auf dem vor uns liegenden Streckenabschnitt gesperrt, der laut Durchsage voll mit ebenfalls aufgehaltenen Zügen war.
Man hatte daher die Türen unseres Zuges freigegeben, damit wir uns auf dem Uelzener Bahnhof wenigstens mal die Füße vertreten konnten. Nach unerwartet kurzem Aufenthalt ging es dann doch weiter, so daß sich bis Lüneburg 30 Minuten Verspätung angesammelt hatten.
Hinter Lüneburg wurden der Zug wieder ausgebremst. Laut Durchsage des Zugbegleiters wäre die Bundespolizei immer noch dabei, der Person in Bardowick «habhaft» zu werden. Dann kam die Durchsage, daß der Zug nun eingleisig an der Gefahrenstelle vorbei geführt werden sollte, und dabei nur mit Mindestgeschwindigkeit von 10 bis 15 km/h fahren sollte, um eine Gefährdung des immer noch herumlaufenden Kandidaten auszuschließen.
Auf diese langsame Vorbeifahrt mußten wir wiederum warten.
Zwischenzeitlich wurde das Bistro auf die kostenlose Ausgabe von alkoholfreien Warm- und Kaltgetränken umgestellt. Irgendwann rechnete uns der Zugbegleiter per Durchsage vor, daß wir nun bei ca. 60 bis 65 Minuten Verspätung angelangt wären.
Kurz vor Radbruch teilte er uns mit, daß eine Lok im dortigen Bahnhof einen Achsenschaden (oder so ähnlich) hätte, so daß wir auch dort wieder langsamer fahren mußte.
Insgesamt 85 Minuten Verspätung. Sie teilten freiwillig die Erstattungsgutscheine im ganzen Zug aus. Und ich denke, daß das Zugbegleiter-Team drei Kreuze unter Tage wie diesen macht.
In der U-Bahn in Hamburg sprach ich noch kurz mit einer jungen Frau über den ganzen Abend im Zug. Sie erzählte mir dann, daß bereits ihr Zug aus Stuttgart zu spät kam, weil Leute auf den ICE geschossen hätten.
War heute irgendwie der deutschlandweite «Aktionstag der Bahnhasser», und ich habe das nicht mitbekommen?
Nachtrag, 16.02.2007, 0:45 Uhr: Soeben bin zur Tür hereinspaziert. Es kam nämlich noch dicker - oder wie der 18:58er (ICE 572) ab Frankfurt eine Odyssee unternahm.
In Uelzen wurde der Zug außerplanmäßig gestoppt, bis dahin hatte er konstant 22 Minuten Verspätung durchgehalten.
Per Lautsprecher wurde uns mitgeteilt, daß ein Selbstmordkandidat bei Bardowick gerade Katz und Maus mit der Bundespolizei spielen würde. Weil er sich mit einem Zug ermorden wollte, hatte die Bundespolizei vorsorglich jeglichen Zugverkehr auf dem vor uns liegenden Streckenabschnitt gesperrt, der laut Durchsage voll mit ebenfalls aufgehaltenen Zügen war.
Man hatte daher die Türen unseres Zuges freigegeben, damit wir uns auf dem Uelzener Bahnhof wenigstens mal die Füße vertreten konnten. Nach unerwartet kurzem Aufenthalt ging es dann doch weiter, so daß sich bis Lüneburg 30 Minuten Verspätung angesammelt hatten.
Hinter Lüneburg wurden der Zug wieder ausgebremst. Laut Durchsage des Zugbegleiters wäre die Bundespolizei immer noch dabei, der Person in Bardowick «habhaft» zu werden. Dann kam die Durchsage, daß der Zug nun eingleisig an der Gefahrenstelle vorbei geführt werden sollte, und dabei nur mit Mindestgeschwindigkeit von 10 bis 15 km/h fahren sollte, um eine Gefährdung des immer noch herumlaufenden Kandidaten auszuschließen.
Auf diese langsame Vorbeifahrt mußten wir wiederum warten.
Zwischenzeitlich wurde das Bistro auf die kostenlose Ausgabe von alkoholfreien Warm- und Kaltgetränken umgestellt. Irgendwann rechnete uns der Zugbegleiter per Durchsage vor, daß wir nun bei ca. 60 bis 65 Minuten Verspätung angelangt wären.
Kurz vor Radbruch teilte er uns mit, daß eine Lok im dortigen Bahnhof einen Achsenschaden (oder so ähnlich) hätte, so daß wir auch dort wieder langsamer fahren mußte.
Insgesamt 85 Minuten Verspätung. Sie teilten freiwillig die Erstattungsgutscheine im ganzen Zug aus. Und ich denke, daß das Zugbegleiter-Team drei Kreuze unter Tage wie diesen macht.
In der U-Bahn in Hamburg sprach ich noch kurz mit einer jungen Frau über den ganzen Abend im Zug. Sie erzählte mir dann, daß bereits ihr Zug aus Stuttgart zu spät kam, weil Leute auf den ICE geschossen hätten.
War heute irgendwie der deutschlandweite «Aktionstag der Bahnhasser», und ich habe das nicht mitbekommen?
Macsico - Do, 15. Feb 2007, 19:11 - in: Verkehrliches
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