Billiger Abend
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)
Per Email-Newsletter (dank Internetflatrate sofort nach der Versendung gelesen) am Montag auf die Freikarte hingewiesen worden, per Telefonflatrate umgehend die Freikarte gesichert, mit der HVV-Flatrate (Jahreskarte) heute Abend zum Veranstaltungsort gefahren und mit dem Emailausdruck dann die Freikarte eingetauscht. Die Garderobe war mit 1,- Euro die teuerste Ausgabe des ganzen Abends. ;-)
Und was bekam ich dafür? Freien Eintritt in das neue Programm «Die hohe Kunst der Weltrettung» von Kai Magnus Sting. Er trat damit im Rahmen des im Lustspielhaus Alma Hoppe laufenden Kabarettfestes auf.
Ich hatte keinen Plan, was mich erwarten würde. Den Namen des Künstlers kannte ich überhaupt nicht. Die Spielstätte auch nicht. Und irgendwie hatte ich auch nicht im Internet geschaut, weder das eine noch das andere. Wird schon klappen, dachte ich mir.
Der Künstler war vor allem eines - schnell beim Reden, irre schnell. Mir hat die Art gefallen, kleine Frechheiten sehr beiläufig in seine Sätze einzuflechten, die eigentlich von was anderem handelten. Und er war sehr lebendig in seinem Spiel, immer am Herumspringen auf der Bühne, teilweise am Herumschreien, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Die Art und Weise hat mir sehr gut gefallen.
Seine Witze fand ich nicht immer zum Lachen, um mich herum hingegen schrien viele Frauen sehr oft vor Lachen. Sein Programm beinhaltete viele Witze über das oft problematische Zusammenleben von Paaren, vor allem von Ehepaaren. Das Publikum bestand aus recht vielen Ehepaaren, hatte ich den Eindruck. Der Altersdurchschnitt auch von reinen Frauengruppen lag mindestens 15 bis 20 Jahre über den der Vergleichsgruppen aus dem goldbekHaus-Veranstaltungen.
Insofern haben sich wohl vor allem die Ehefrauen in seinen Beschreibungen wieder erkannt, die Männer haben dafür eher weniger gelacht. Vor mir saß ein bestand ein großer 10er-Tisch nur aus Paaren mit sichtbaren Gebrauchsspuren, teilweise haben die Frauen sehr laut und deutlich gelacht an Stellen, wo ihre Männer eher ruhig waren.
Die Story mit der Weltrettung im Hasenkostüm hat mir mit am Besten gefallen, weil es eben nicht nur eine reine Schenkelklopfernummer war, sondern eine intelligente Geschichte mit absurden Anteilen, die sich auch der Tagespolitik bediente. Da war nur selten lautes Lachen angesagt, sondern eher wissendes Schmunzeln.
Für mich war der Abend insgesamt ganz rund - ich war noch nie im Alma Hoppe und kenne nun die Bestuhlung und deren speziellen Eigenschaften, was sowohl die Position (bloß nicht im Parkett außen links oder rechts sitzen!) als auch die Sitzqualität (aua!) angeht.
Und es war interessant, die Leute zu beobachten, die sich im Falle von Männlein nicht selten mit Schlips und Jackett und im Falle der Frauen mit dem Ausgehblazer und dem Kettenkram ausstaffiert hatten. An einem gewöhnlichen Donnerstagabend in Hamburg. Wie gesagt, ein sehr anderes Publikum als bei meinen bisherigen Besuchen im goldbekHaus.
Dort ist alles kleiner und irgendwie auch intimer, und vor allem sind die Stühle meistens dort nur halb so teuer aber doppelt so gut wie im Alma Hoppe (aua!) - und es besteht nicht die Gefahr, viel zu weit von der Bühne wegzusitzen. Ich bin Reihe 1-4-Fetischist, schon immer, ich will die Gesichter sehen können, die Menschen quasi spüren können in ihrer Bühnenexistenz. Das aber nur, wenn der Preis nicht zu hoch ist.
Für Montag habe ich schon wieder eine Freikarte fürs Alma Hoppe ergattert, mal sehen, wie Stefan Jürgens so rüberkommt. ;-)
Ach ja, während des Programms erkannte ich dann doch Ausschnitte wieder, irgendwie habe ich den Kerl wohl vor einiger Zeit in einer WDR5-Kabarettsendung gehört, und mein Gedächtnis ist in dieser Hinsicht ein echter Spielverderber. Es zieht einfach die ganze Story dann wieder aus dem Hinterstübchen vor und nimmt mir die Überraschung.
Und was bekam ich dafür? Freien Eintritt in das neue Programm «Die hohe Kunst der Weltrettung» von Kai Magnus Sting. Er trat damit im Rahmen des im Lustspielhaus Alma Hoppe laufenden Kabarettfestes auf.
Ich hatte keinen Plan, was mich erwarten würde. Den Namen des Künstlers kannte ich überhaupt nicht. Die Spielstätte auch nicht. Und irgendwie hatte ich auch nicht im Internet geschaut, weder das eine noch das andere. Wird schon klappen, dachte ich mir.
Der Künstler war vor allem eines - schnell beim Reden, irre schnell. Mir hat die Art gefallen, kleine Frechheiten sehr beiläufig in seine Sätze einzuflechten, die eigentlich von was anderem handelten. Und er war sehr lebendig in seinem Spiel, immer am Herumspringen auf der Bühne, teilweise am Herumschreien, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Die Art und Weise hat mir sehr gut gefallen.
Seine Witze fand ich nicht immer zum Lachen, um mich herum hingegen schrien viele Frauen sehr oft vor Lachen. Sein Programm beinhaltete viele Witze über das oft problematische Zusammenleben von Paaren, vor allem von Ehepaaren. Das Publikum bestand aus recht vielen Ehepaaren, hatte ich den Eindruck. Der Altersdurchschnitt auch von reinen Frauengruppen lag mindestens 15 bis 20 Jahre über den der Vergleichsgruppen aus dem goldbekHaus-Veranstaltungen.
Insofern haben sich wohl vor allem die Ehefrauen in seinen Beschreibungen wieder erkannt, die Männer haben dafür eher weniger gelacht. Vor mir saß ein bestand ein großer 10er-Tisch nur aus Paaren mit sichtbaren Gebrauchsspuren, teilweise haben die Frauen sehr laut und deutlich gelacht an Stellen, wo ihre Männer eher ruhig waren.
Die Story mit der Weltrettung im Hasenkostüm hat mir mit am Besten gefallen, weil es eben nicht nur eine reine Schenkelklopfernummer war, sondern eine intelligente Geschichte mit absurden Anteilen, die sich auch der Tagespolitik bediente. Da war nur selten lautes Lachen angesagt, sondern eher wissendes Schmunzeln.
Für mich war der Abend insgesamt ganz rund - ich war noch nie im Alma Hoppe und kenne nun die Bestuhlung und deren speziellen Eigenschaften, was sowohl die Position (bloß nicht im Parkett außen links oder rechts sitzen!) als auch die Sitzqualität (aua!) angeht.
Und es war interessant, die Leute zu beobachten, die sich im Falle von Männlein nicht selten mit Schlips und Jackett und im Falle der Frauen mit dem Ausgehblazer und dem Kettenkram ausstaffiert hatten. An einem gewöhnlichen Donnerstagabend in Hamburg. Wie gesagt, ein sehr anderes Publikum als bei meinen bisherigen Besuchen im goldbekHaus.
Dort ist alles kleiner und irgendwie auch intimer, und vor allem sind die Stühle meistens dort nur halb so teuer aber doppelt so gut wie im Alma Hoppe (aua!) - und es besteht nicht die Gefahr, viel zu weit von der Bühne wegzusitzen. Ich bin Reihe 1-4-Fetischist, schon immer, ich will die Gesichter sehen können, die Menschen quasi spüren können in ihrer Bühnenexistenz. Das aber nur, wenn der Preis nicht zu hoch ist.
Für Montag habe ich schon wieder eine Freikarte fürs Alma Hoppe ergattert, mal sehen, wie Stefan Jürgens so rüberkommt. ;-)
Ach ja, während des Programms erkannte ich dann doch Ausschnitte wieder, irgendwie habe ich den Kerl wohl vor einiger Zeit in einer WDR5-Kabarettsendung gehört, und mein Gedächtnis ist in dieser Hinsicht ein echter Spielverderber. Es zieht einfach die ganze Story dann wieder aus dem Hinterstübchen vor und nimmt mir die Überraschung.
Macsico - Do, 15. Mrz 2007, 23:09 - in: Kabarett_und_Comedy
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