Kinderarbeit: lieber verschweigen
(Rubrik: Ideen_fuer_eine_Zukunft)
tagesschau.de: Wenn Unternehmen offenbar keine Garantie für Mode ohne Kinderarbeit geben können, müsste dann auf dem Etikett nicht stehen: Kann Kinderarbeit enthalten?
Busse: Das wäre ein fairer Hinweis, und es käme einem Verkaufsverbot gleich. Das zeigt noch mal, dass es auch eine politische Frage ist, um die es hier geht. (Quelle: Kinderarbeit: Auch Verbraucher in der Pflicht | tagesschau.de)
Das Nebenproblem der nicht vorhandenen Transparenz bei den derzeitigen Zuliefererketten war auch bei der Fair-Trade-Veranstaltung am vorletzten Wochenende ein Thema. Daher schlug ich dort vor, daß Unternehmen, die Fair Trade wirklich ernst nehmen, auch mit Eigentransparenz anfangen sollten - um die anderen Unternehmen unter Druck zu setzen und die eigenen Kunden besser zu informieren.
Und zwar am Besten auf dem (erweiterten) Preisschild - das sieht der Kunde mit als erstes, und wenn dort bereits eine kleine Aufklärung angebracht wäre, würden nach meiner Ansicht zwei mögliche Effekte eintreten:
Es muß direkt auf der Ware stehen, daß man keine Ahnung hat (oder haben will?), in diesem Fall auf dem Textilschild. Und da wird es interessant, was unsere gegenwärtige Politik dazu sagen würde - wo man doch den Armen in der Welt helfen will laut den G8-Gipfel-Verlautbarungen?
Auf alle Fälle wäre die Information in Verbraucherhand - und da gehört sie hin, nicht auf irgendwelche losen Plakate oder gut vergrabene PR-Statements.
Dann kann nämlich keiner mehr behaupten, daß er es nicht gewußt hätte. Es geht um sozialen Druck, damit diese Masche mit «hab ich nicht gewußt, warum hat mir das keiner gesagt!» nicht mehr zieht - spätestens beim Waschen sieht jeder das Schild.
Busse: Das wäre ein fairer Hinweis, und es käme einem Verkaufsverbot gleich. Das zeigt noch mal, dass es auch eine politische Frage ist, um die es hier geht. (Quelle: Kinderarbeit: Auch Verbraucher in der Pflicht | tagesschau.de)
Das Nebenproblem der nicht vorhandenen Transparenz bei den derzeitigen Zuliefererketten war auch bei der Fair-Trade-Veranstaltung am vorletzten Wochenende ein Thema. Daher schlug ich dort vor, daß Unternehmen, die Fair Trade wirklich ernst nehmen, auch mit Eigentransparenz anfangen sollten - um die anderen Unternehmen unter Druck zu setzen und die eigenen Kunden besser zu informieren.
Und zwar am Besten auf dem (erweiterten) Preisschild - das sieht der Kunde mit als erstes, und wenn dort bereits eine kleine Aufklärung angebracht wäre, würden nach meiner Ansicht zwei mögliche Effekte eintreten:
- der Kunde kann erkennen, welche Kostenanteile in den Preis einfließen: Produktion, Sozialkosten vor Ort beim Produzenten, Transport (wie oft!), Beratung der Produzenten durch das Fair-Trade-Unternehmen, usw.
- andere Unternehmen, die ihre Kalkulation nicht offen legen, werden damit unter Zugzwang gesetzt. Sie müssten dann zugeben, daß sich ihr Preis aus sehr viel Gewinn und sehr wenig Lohn zusammensetzen würde - und aus vielen sinnlosen Transportwegen
Es muß direkt auf der Ware stehen, daß man keine Ahnung hat (oder haben will?), in diesem Fall auf dem Textilschild. Und da wird es interessant, was unsere gegenwärtige Politik dazu sagen würde - wo man doch den Armen in der Welt helfen will laut den G8-Gipfel-Verlautbarungen?
Auf alle Fälle wäre die Information in Verbraucherhand - und da gehört sie hin, nicht auf irgendwelche losen Plakate oder gut vergrabene PR-Statements.
Dann kann nämlich keiner mehr behaupten, daß er es nicht gewußt hätte. Es geht um sozialen Druck, damit diese Masche mit «hab ich nicht gewußt, warum hat mir das keiner gesagt!» nicht mehr zieht - spätestens beim Waschen sieht jeder das Schild.
Macsico - Di, 12. Jun 2007, 14:16 - in: Ideen_fuer_eine_Zukunft
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