Keine Bettelei
(Rubrik: Technologiefolgen)
Wenn man abends in Freiburg im Breisgau durch die Straßen irrt und fremde Menschen um Kleingeld anfleht, muss man nicht zwangsläufig ein Bettler sein.
Man kann auch Kunde eines Waschsalons sein, dessen altertümliche Münzprüfer nur 50-Cent-Stücke und 1-Euro-Münzen akzeptieren. Der an der Wand hängende Geldwechsler schluckte nur 10- und 20-Euro-Scheine, warf ausschließlich 1-Euro-Stücke aus - und keine 50-Cent-Münzen.
50-Cent-Münzen braucht man aber, um dem schwer veralteten Waschmittelspender ein Becherchen mit Waschmittel zu entlocken, nachdem man mehrfach dagegen gedonnert hat, damit die Münzen auch mal runterkullern im Gerät.
Zu guter Letzt hat der Drucktasten-gesteuerte Trockner sich auch noch an meiner Wäschemenge aufgehängt, so daß ich um 22:10 Uhr (10 Minuten nach der Schließungszeit) höflich rauskomplimentiert wurde, nachdem das Teil mehr als 45 Minuten rödelte, ohne alles trocken zu bekommen.
Wanderer, kommst Du nach Freiburg, dann mache einen großen Bogen um die örtlichen Waschsalons. Entweder haben sie am Sonntag zu (zwei Stück), oder sie haben abends zu (einer), oder sie entspringen der Steinzeit und wirken schäbig (obiger).
Man kann auch Kunde eines Waschsalons sein, dessen altertümliche Münzprüfer nur 50-Cent-Stücke und 1-Euro-Münzen akzeptieren. Der an der Wand hängende Geldwechsler schluckte nur 10- und 20-Euro-Scheine, warf ausschließlich 1-Euro-Stücke aus - und keine 50-Cent-Münzen.
50-Cent-Münzen braucht man aber, um dem schwer veralteten Waschmittelspender ein Becherchen mit Waschmittel zu entlocken, nachdem man mehrfach dagegen gedonnert hat, damit die Münzen auch mal runterkullern im Gerät.
Zu guter Letzt hat der Drucktasten-gesteuerte Trockner sich auch noch an meiner Wäschemenge aufgehängt, so daß ich um 22:10 Uhr (10 Minuten nach der Schließungszeit) höflich rauskomplimentiert wurde, nachdem das Teil mehr als 45 Minuten rödelte, ohne alles trocken zu bekommen.
Wanderer, kommst Du nach Freiburg, dann mache einen großen Bogen um die örtlichen Waschsalons. Entweder haben sie am Sonntag zu (zwei Stück), oder sie haben abends zu (einer), oder sie entspringen der Steinzeit und wirken schäbig (obiger).
Macsico - Di, 11. Mrz 2008, 20:02 - in: Technologiefolgen
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 243 Artikelaufrufe



Letzte Bastion der Nicht-Perfektion
Seien es die Melissa-Etheridge-Haarschüttlerinnen, eine seltene, aber zähe Spezies, die auf historischen Partys gelegentlich noch zu finden sind und die ungefähr zur gleichen Zeit den ersten Schleudergang eingelegt haben dürften wie besagte betagte Waschmaschinen ... oder auch auch scheinbar zeitlos-klassische Gewandungen im Öko-Moden-Bereich, die eine melancholische Aura von Betroffenheit für die Geschmacksnerven verbreiten.
Ist doch auch irgendwie liebenswürdig, dass nicht alles nach Perfektion strebt!
;-)))
Es war auch eher als ein Klagen über die angetroffene Dienstleistungsqualität gemeint, die deutlich hinter das zurückfiel, was mir in den 90er Jahren (!) im Rhein-Main-Gebiet so an Waschsalons geboten wurde. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber in Freiburg hatte ich den Eindruck, daß es gleich eine ganze Herde von (Waschsalon-) Schafen war, die mir da begegnete.
Um auch mal was gutes über Freiburg zu sagen - mein Aufenthalt war für mich ein preiswertes Vergnügen, jedenfalls was Essen und Trinken anging. Auch Einkaufen war aus meiner höchstpersönlichen Sicht eines Fachhandels-orientierten Käufers gefühlt preiswerter als in Frankfurt oder Hamburg.
Und die netten Konzerte in schrägen kleinen Kneipen sind was sehr schönes und vor allem sehr überschaubares, was mir in Hamburg doch hier oder da deutlich abgeht. :-)
Mal gucken, was meine nächste "Runde" in Freiburg so alles an den Tag bringen wird. Auf alle Fälle schon mal Booja-Booja-Pralinen, deren Verfügbarkeit wurde mir heute per Telefon avisiert. ;-)