Kabarett_und_Comedy

Mo
26
Mrz
2007

Boah, wat bin isch satt, ey
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

«Ausversehnsucht» von Christiane Weber und Tim Beckmann. Durch die Preisverleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2007 in der 3sat-Ausstrahlung wurde ich letzten Sonntag auf die beiden aufmerksam.

Heute abend in der Baderanstalt habe ich sie dann live gesehen.

Wir haben gelacht bis es einen schüttelte, geklatscht bis es fast wehtat, mitgesungen bei der Zugabe weil es gut tat und einer umwerfenden Bühnenshow zweier wundervoller Künstler beigewohnt. Die auch mal albern sein konnten, nicht "nur" lustig, oft auch selbstironisch.

Ging um kurz nach halb 9 los und endete um kurz nach halb 12. Drei prall gefüllte Stunden minus eine Pause, die eine wahre Achterbahnfahrt an Tempiwechsel, Stimmeneinsatz von laut bis leise und Überraschungen & kleine Frechheiten am laufenden Meter darstellten.

Leidenschaftlich, intensiv, mit viel Körpereinsatz, jeder auf seine Art. Sehr authentisch gespielt, auch wenn es ein Programm war.

Und vom Team der Baderanstalt vor allem beleuchtungstechnisch hervorragend in Szene gesetzt. Die kleine Spielstätte war zwar ein wenig atem(be)raubend, aber die Nähe zur Bühne und das durch die niedrige Deckenhöhe mögliche Farbspiel waren einfach klasse!

Anschauen, wenn bei Euch in der Gegend!

Mir fehlen noch die Worte, so etwas wunderbares angemessen zu beschreiben, daher habe ich es eher so geschrieben, wie es mir im Kopf geblieben ist.

PS: Stefan Jürgens, den ich am letzten Montag im Lustspielhaus "Alma Hoppe" gesehen habe, war "nur" hier und da lustig. Im TV kommt er einfach besser rüber als auf einer Live-Bühne. Und er war nicht annähernd so intensiv ...

Do
15
Mrz
2007

Billiger Abend
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Per Email-Newsletter (dank Internetflatrate sofort nach der Versendung gelesen) am Montag auf die Freikarte hingewiesen worden, per Telefonflatrate umgehend die Freikarte gesichert, mit der HVV-Flatrate (Jahreskarte) heute Abend zum Veranstaltungsort gefahren und mit dem Emailausdruck dann die Freikarte eingetauscht. Die Garderobe war mit 1,- Euro die teuerste Ausgabe des ganzen Abends. ;-)

Und was bekam ich dafür? Freien Eintritt in das neue Programm «Die hohe Kunst der Weltrettung» von Kai Magnus Sting. Er trat damit im Rahmen des im Lustspielhaus Alma Hoppe laufenden Kabarettfestes auf.

Ich hatte keinen Plan, was mich erwarten würde. Den Namen des Künstlers kannte ich überhaupt nicht. Die Spielstätte auch nicht. Und irgendwie hatte ich auch nicht im Internet geschaut, weder das eine noch das andere. Wird schon klappen, dachte ich mir.

Der Künstler war vor allem eines - schnell beim Reden, irre schnell. Mir hat die Art gefallen, kleine Frechheiten sehr beiläufig in seine Sätze einzuflechten, die eigentlich von was anderem handelten. Und er war sehr lebendig in seinem Spiel, immer am Herumspringen auf der Bühne, teilweise am Herumschreien, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Die Art und Weise hat mir sehr gut gefallen.

Seine Witze fand ich nicht immer zum Lachen, um mich herum hingegen schrien viele Frauen sehr oft vor Lachen. Sein Programm beinhaltete viele Witze über das oft problematische Zusammenleben von Paaren, vor allem von Ehepaaren. Das Publikum bestand aus recht vielen Ehepaaren, hatte ich den Eindruck. Der Altersdurchschnitt auch von reinen Frauengruppen lag mindestens 15 bis 20 Jahre über den der Vergleichsgruppen aus dem goldbekHaus-Veranstaltungen.

Insofern haben sich wohl vor allem die Ehefrauen in seinen Beschreibungen wieder erkannt, die Männer haben dafür eher weniger gelacht. Vor mir saß ein bestand ein großer 10er-Tisch nur aus Paaren mit sichtbaren Gebrauchsspuren, teilweise haben die Frauen sehr laut und deutlich gelacht an Stellen, wo ihre Männer eher ruhig waren.

Die Story mit der Weltrettung im Hasenkostüm hat mir mit am Besten gefallen, weil es eben nicht nur eine reine Schenkelklopfernummer war, sondern eine intelligente Geschichte mit absurden Anteilen, die sich auch der Tagespolitik bediente. Da war nur selten lautes Lachen angesagt, sondern eher wissendes Schmunzeln.

Für mich war der Abend insgesamt ganz rund - ich war noch nie im Alma Hoppe und kenne nun die Bestuhlung und deren speziellen Eigenschaften, was sowohl die Position (bloß nicht im Parkett außen links oder rechts sitzen!) als auch die Sitzqualität (aua!) angeht.

Und es war interessant, die Leute zu beobachten, die sich im Falle von Männlein nicht selten mit Schlips und Jackett und im Falle der Frauen mit dem Ausgehblazer und dem Kettenkram ausstaffiert hatten. An einem gewöhnlichen Donnerstagabend in Hamburg. Wie gesagt, ein sehr anderes Publikum als bei meinen bisherigen Besuchen im goldbekHaus.

Dort ist alles kleiner und irgendwie auch intimer, und vor allem sind die Stühle meistens dort nur halb so teuer aber doppelt so gut wie im Alma Hoppe (aua!) - und es besteht nicht die Gefahr, viel zu weit von der Bühne wegzusitzen. Ich bin Reihe 1-4-Fetischist, schon immer, ich will die Gesichter sehen können, die Menschen quasi spüren können in ihrer Bühnenexistenz. Das aber nur, wenn der Preis nicht zu hoch ist.

Für Montag habe ich schon wieder eine Freikarte fürs Alma Hoppe ergattert, mal sehen, wie Stefan Jürgens so rüberkommt. ;-)

Ach ja, während des Programms erkannte ich dann doch Ausschnitte wieder, irgendwie habe ich den Kerl wohl vor einiger Zeit in einer WDR5-Kabarettsendung gehört, und mein Gedächtnis ist in dieser Hinsicht ein echter Spielverderber. Es zieht einfach die ganze Story dann wieder aus dem Hinterstübchen vor und nimmt mir die Überraschung.

Sa
10
Mrz
2007

Out for Kabarett
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Dittbrettfahrer: Wir nehmen ihrer Zukunft das Zuhause
Kabarett aus dem Ruhrpott / Essen
(Quelle: goldbekHaus: Sa 10.03., 20:00 Uhr: Die Drittbrettfahrer)

Da gehe ich gleich hin und mache mir 'nen schönen Abend.

Nachtrag, 11. März 2007, 14:28 Uhr:
Der Anfang der Darbietung verlief aus meiner Sicht etwas schleppend, weil es nicht so ganz "rund" rüberkam. Das lag aus meine Sicht daran, daß sich die tragende Story dahinter nicht so einfach erschließen ließ. Die Lacher waren dem Publikum daher zu Anfang eher spärlich zu entlocken. Ich vermute mal, sie mußten sich erstmal "warm" spielen - sie leben nicht von diesem Geschäft, wenn ich die Webseite richtig deute.

Im Laufe der Show liefen die Jungs aber toll zur Hochform auf, vor allem bei ihren jeweiligen Solonummern. Da zogen sie vom Leder, da kamen sie richtig authentisch rüber. Und als sich hier und da kleine Aussetzer einschlichen und sie selbst darüber lachen mußten, wurde es richtig gut.

Wenn sie sehr laut sprachen, waren sie am Besten - und das halte ich auch für den hauptsächlichen Verbesserungspunkt für einige Nummern. Einfach mal hoch mit der Stimme, raus mit dem Stimm-Volumen, wir wollen Euch höööören, liebe Künstler. Dann spüren wir Euch auch und können uns besser auf Euch einlassen.

So, und nun höre ich mal in die CD rein, die es von dem einen zu kaufen gab.

Fr
16
Feb
2007

Kurz & leere Plätze
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

22:03 Uhr - ich bin schon wieder zuhause.

Dabei hieß das Programm «Reich & sexy in zwei Stunden» und begann um 20:07 Uhr. Nettospielzeit ohne Pause waren jedoch etwa 75 bis 80 Minuten. Bereits nach den ersten 38 Minuten schaute ich erstaunt auf meine Uhr, als es in die Pause ging.

Von den ca. 75 Plätzen waren geschätzt ca. 60 belegt, und der Frauenanteil war mit ca. 80 bis 90% sehr hoch. Soviel zum Rahmen.

Das Programm war eine Mischung aus Gesang, Tanz und kleinen Sketchen. Als Mischung fand ich es OK, es waren auch gute Nummern drin enthalten, doch einige kleine Sketche erinnerten mich fatal an den «gespielten Witz» aus der Frühphase von Dieter Hallervordens künstlerischem Schaffen. Kurze Pointen, durch die Spielweise künstlich in die Länge gezogen.

Vielleicht bin ich auch schon zu abgebrüht oder zu trainiert, jedenfalls waren mir einige Pointen schon zu einem teilweise frühen Zeitpunkt klar, noch während auf den Höhepunkt zugesteuert wurde.

Oder ich mag kleine, nicht zusammenhängende Nummernabfolgen nicht mehr, die zu kurz sind, als daß man sie sich wirklich merken könnte.

Eventuell war ich auch zu müde wegen meiner gestrigen Zug-Odyssee.

Auf alle Fälle hatten wir nicht wenige Lachpausen. Die hatten die Zuschauer bei Fatihland nicht. Vielleicht war ich auch das falsche Zielpublikum? Oder die beiden sind noch in der Frühphase ihres Kabarettistinnendaseins?

Ein Plakat habe ich nach Rückfrage mit den goldbekHaus- Kassenteam mitgenommen. Das gefällt mir nämlich wirklich.

Reich & sexy
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

20:00 Uhr

goldbekHaus

http://www.firstladies.info/

Also jetzt. :-)


Nachtrag, 22:41 Uhr: Habe einen Bericht darüber geschrieben.

Sa
10
Feb
2007

Stunksitzung 2007 in TV und Radio
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

TV-Termine (WDR)

* Stunksitzung 2007
10.02.07, 21.40 Uhr (90')
* Classics Underground
10.02.07, 23.15 Uhr (90')
* Stunksitzung 2007 (lange Version)
17./18.02.07, 00.15 Uhr (180')
* Stunksitzung 2007 / Wiederholung
19./20.02.07, 00.00 Uhr (90')
*Aschermittwoch for one
20./21.02.07, 00.15 Uhr (15')

Hörfunk-Termine (WDR5)

* Stunksitzung 2007
15.2. 20.00 Uhr (120 ' )
* Classics Underground, moderiert von Jürgen Becker
19.2. 20.00 Uhr (120')
(Quelle: Terminseite der Kölner Stunksitzung)

Nachdem ich mir das letztes Jahr bereits gegeben habe, muß ich natürlich auch dieses Jahr wieder ran - Termine gibt es ja genug. Wobei die lange Version noch am besten kommt.

Und wer sich wundern sollte, was ich mit einer Karnevalssitzung am Hut habe, sollte sich mit dem Wikipedia-Artikel zur Stunksitzung vergnügen.

Di
30
Jan
2007

Die Gewinner - nun für den Rest der Welt
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Seit gestern abend wollten es auch andere wissen und kamen suchmaschinengeleitet in mein Blog - wer denn nun die Gewinner des 5. Hamburger Comedy-Pokals wären?

Die Frage stellte ich mir heute auch und ging mehrfach auf deren Webseite. Da stand bloß nichts. Und auch das Hamburger Abendblatt, die Hamburger Morgenpost, die WELT und auch sonst keiner hatte auf seinen Onlineseiten darüber berichtet. Komisch, die waren da doch sonst fixer?

Und endlich, endlich, heute abend wurden die Veranstalterseiten aktualisiert. Matthias Egersdörfer hat es auf den 1. Platz geschafft - meinen Glückwunsch an dieser Stelle. Und Moritz Netenjakob hat Platz 2 errungen - auch hier hatte ich beide Daumen gedrückt.

Beide Künstler waren zu meinem Glück auch im nahgelegenen goldbekHaus aufgetreten, so daß ich die Entscheidung der Finalisten-Jury im Schmidts TIVOLI gut verstehen kann. :-)

Verwandte Artikel in diesem Blog:

Sa
27
Jan
2007

Halbfinale im goldbekHaus
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Heute war die Reihe 1 vor mir besetzt - mit einem Damenquartett auf Hamburg-Tour. Woher ich das weiß? Wir kamen ins Gespräch, weil uns der erste Künstler des Abends erstaunte, die zweite Gruppe uns hingegen überhaupt nicht gefiel - und zwar ausdrücklich.

Matthias Egersdörfer lieferte eine teilweise sperrig wirkende erscheinende, trotzdem gut gelungene erste Runde ab, die das Publikum gut unterhalten hat. Mir haben einige Sachen nicht so ganz gefallen, weil er sie brüllend vorgetragen hat. Handwerklich & inhaltlich ok, aber nicht so ganz meine Tonlage.

Die zweite Runde wurde vom Duo Ulan & Bator bestritten. Sie waren aus der Hauptrunde des gestrigen Abends im Haus Drei (Altona) als Sieger hervorgegangen und per Schicksal oder Zufallsprinzip ins goldbekHaus eingeteilt worden, wo ich ja schon gestern abend war. Und heute abend auch, die Karte hatte ich nach dem Prinzip Hoffnung bereits zusammen mit der ersten gekauft.

Die Hoffnung hatte mich allerdings bereits heute morgen verlassen, als ich online las, daß Ulan & Bator ihr Halbfinale in meiner Anwesenheit bestreiten würden. Ich wähnte sie vor der Vorstellung sogar als sichere Gewinner dieses Abends, was sich aber mit zunehmender Dauer ihrer Bühnenshow vor meinen Augen ins Gegenteil verkehrte. Einer der Sketche war derartig nervig und vor allem langgezogen, daß mehrfach Buhrufe aus dem Publikum kamen und teilweise "aufhören" skandiert wurde.

Mir waren sie vorher bereits aus Fernsehauftritten bekannt, und ich mochte sie schon dort nicht. Die Bühnenshow bestätigte mir meinen Eindruck noch mehr - viele kleine Nümmerchen, zusammenhanglos, manchmal vorhersagbar, teilweise ganz lustig, aber in der Gesamtheit eher wenig ansprechend für mich.

Vor allem fiel mir der eigentlich nicht vorhandene Bezug zum Saal-Publikum sehr deutlich auf. Egersdörfer hingegen hatte das Damenquartett vor mir angesichts ihrer häufigen Dialekt-Verständnisprobleme öfters mal »drangenommen» - "wenns was net verstehn, sogens 'Obacht'!".

Das Votum des Publikums fiel mit 124:88 Stimmen sehr eindeutig für Egersdörfer aus, welchem auch die Jury einstimmig folgte.

Morgen findet dann das Finale des 5. Hamburger Comedy-Pokals im Schmidts TIVOLI statt, wo die fünf Gewinner des heutigen Abends um die ersten drei Plätze wetteifern.

Für mich waren es zwei schöne Veranstaltungen mit interessierten Mitzuschauern in einem schönen Ambiente. Nächstes Mal muß ich bloß meinem Glück etwas nachhelfen, damit mir nicht wieder ein bereits bekannter Künstler einer unerwünschten «Geschmackrichtung» vor die Flinte springt.

Nachtrag, Sonntag 23:31 Uhr: Da habe ich doch glatt noch einen Künstler im Eifer des Gefechts vergessen - Axel!

In der Auszählpause nach beiden Runden verloste der Moderator Kerim Pamuk 2 x 2 Freikarten für weitere Veranstaltungen im goldbekHaus. Bereits zu Anfang des Abends hatte er verkündet, daß einer der Briefumschläge an denjenigen gehen würde, der auf der Bühne etwas vorführen würde. Als er dieses nun während der Wartezeit wiederholte, brauchte er nicht lange zu warten.

Zack, sprang Axel aus der ersten Reihe auf die Bühne, nahm seine Brille ab und sang uns ein tolles Lied. Leider fehlte ihm eine Musikbegleitung, aber durch seine Art des Vorsingens und seine sehr gute Bühnenpräsenz hat er uns alle hellauf begeistert. Seine kraftvolle Stimme tat ein übriges dazu. Kerim fragte ihn danach, woher das Lied stammen würde - selbst komponiert, war die Antwort. Einfach toll. Und woher weiß ich Axels Name?

Kerim Pamuk hatte seine Anfangsmoderation dafür genutzt, zur Belustigung aller einfach mal eine Selbstvorstellungsrunde durch die ganze Reihe 1 absolvieren zu lassen. Schon dort fiel Axel durch seine fantasievolle Antwort auf, was ihm nun zugute kam.

Fr
26
Jan
2007

Unerwartet auf der Bühne
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Sie fragte noch, warum wir in der zweiten Reihe sitzen würden? Mich und das Ehepaar rechts von mir. Mit dem Ehepaar unterhielt ich mich angeregt über die auftretenden Künstler des 5. Hamburger Comedy-Pokals.

Ich selbst saß in Reihe 2, weil ich den Kopf nicht ganz so weit in den Nacken knicken wollte und gleichzeitig die Personen auf der Bühne bezüglich Mimik und Gestik gut sehen wollte. Das Ehepaar wiederum verriet mir, daß der Moderator des Abends, Sebastian Schnoy, gerne mal Leute aus Reihe 1 in sein Programm einbauen würde - daher würden sie immer in Reihe 2 gehen, wenn er aufträte.

Genau das sagten wir Katharina auch - so daß sie und ihr Mann Jürgen sich neben mich setzen und somit am linken Ende der Reihe 2 saßen. Sie wollten nämlich auch nicht «drangenommen» werden. Und woher kenne ich nun doch die Namen der beiden? Die Reihe 1 blieb wider Erwarten doch leer, so daß wir dann die ersten sichtbaren Zuschauer waren. Gut zum drannehmen.

Und sie wurde «drangenommen» - vom zweiten Künstler des Abends, Brian O'Gott, der sich zu Beginn seines Teil zwei Frauen aus dem Publikum für kleine Hilfsdienste heraussuchte. Ihr Part bestand darin, aufzuspringen, laut zu jubeln und dann auf die Bühne zu laufen, um dem auftauchenden «Star» eine Blumengirlande umzuhängen. In weiteren Gesangsnummern verwendete O' Gott dann die Namen des Paares und machte von Zeit zu Zeit anzügliche Gesichtsverrenkungen in ihre Richtung.

Am Ende seines Auftritts waren dann die Jury und die Zuschauer gefragt, die mit Stimmkarten über den Gewinner des Abends abstimmen durften. Während der Auszählung bestieg nochmals Sebastain Schnoy die Bühne und machte das wahr, wovor das Ehepaar rechts von mir gesprochen hatte.

Er kam zu Katharina und Jürgen, sprach aber im ersten Moment Katharina und mich an (bewußt? unbewußt?) und lobte unseren Einsatz an diesem Abend. Ich verwies darauf, daß Jürgen auf der anderen Seite sitzen würde.

Schnoy bastelte blitzschnell eine Trennungsstory mit mir als Liebhaber daraus und bat uns alle drei auf die Bühne. Wir sollten eine Szene aus einem Liebesfilm nachspielen. Jürgen wußte nicht, welcher Film der tollste Liebesfilm war - meine Antwort «Titanic» war der Film, auf den es hinauslief.

Ich mußte also mit Katharina die Szene am Bug nachspielen: «Ich bin der König der Welt.» Und dann mußte Jürgen die Rolle auch nochmal spielen, wobei noch zusätzlich Sprechrollen aus dem Publikum flugs nachbesetzt wurden. Schnoy sprach mich in der Zwischenzeit nur noch als »Leonardo» an.

Tja, das war unser Auftritt während der Stimmenauszählpause. Einstimmig gewonnen hat dann Moritz Netenjakob, der mir persönlich auch besser gefiel als das eher klamaukige Programm von Brian O'Gott. Morgen abend schaue ich mir dann das Halbfinale an - und ich werde wieder vorne sitzen, was sonst? Wir haben nämlich alle sehr gelacht, trotz der unerwarteten Beteiligung.

Der Abend wurde außerdem vom Sender TIDE TV mit zwei Kameras aufgezeichnet, und als ich fragte, wo und wann es denn gesendet werden würde, wurde ich flugs um ein Kurzinterview gebeten. Sendetermin ist nächste Woche Mittwoch abends.

5. Hamburger Comedy Pokal
(Rubrik: Kabarett_und_Comedy)

Der Hamburger Comedy Pokal ist eine Veranstaltung von 10 Hamburger Kulturzentren und der einzige norddeutsche Kleinkunstpreis. (Quelle: 5. Hamburger Comedy Pokal)

Heute abend findet die Hauptrunde mit 20 Teilnehmern in 10 Kulturzentren gleichzeitig statt. Morgen abend finden das Halbfinale mit den 10 Gewinnern des Vorabends in fünf Kulturzentren statt.

Das Finale findet dann aus Platzgründen im Schmidts TIVOLI statt und ist mir bei den Eintrittskarten (die guten Plätze!) etwas zu teuer, daher gehe ich nur in die ersten zwei Runden. In meinem Fall finden beide im fußläufig erreichbaren goldbekHaus statt.

Ich bin gespannt auf beide Abende. :-)
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