Mobiltelefonie_und_Datenfunk

Mo
26
Mai
2008

Flachnetz
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Hab mich getraut. Hab einfach getauscht. Nur mal so. Zum Gucken. Und wurde nicht enttäuscht. Oder eigentlich doch. Hatte ja auch nicht viel erwartet. Also, eigentlich wurden meine Erwartungen voll erfüllt. Bloß nicht meine Wünsche.

Worum geht es nun eigentlich?

Habe einfach zwei SIM-Karten getauscht. Das simyo-SIM wanderte vom Nokia 6021 (GPRS/EDGE-tauglich) in das Nokia 6120 (GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA-tauglich). Und das congstar-SIM wanderte in Gegenrichtung vom 6120 in das 6021. Beide Geräte sind absolut frei von jeglicher Sperre und können daher mit jedem SIM gefüttert werden.

Versuchsgebiet war meine Wohnung, genauer gesagt mein Schreibtisch in Hamburg-Winterhude, was noch innerhalb von Ring 2 liegt, also mitnichten ländlicher Raum ist.

Was war das Ziel der Übung?

Den UMTS-Empfang des simyo-Netzes mal im neuen UMTS-Handy ausprobieren, und schauen, wie schnell sich damit das Internet via Handy nutzen lässt. Der simyo-Datentarif ist ja deutlich günstiger als der congstar-Datentarif.

Was war nun der Wunsch?

Es sollte einfach funktionieren und günstiger sein, wenn auch nicht so schnell wie mit dem congstar-Netz.

Was war die Erwartung?

Es würde nicht brüllend schnell sein, und irgendein technisches Problem habe ich auch erwartet.

Was war nun das Ergebnis?

Laut der E-Plus-Netzabdeckungskarte (simyo ist eine E-Plus-Marke) sollte es in meiner Gegend ein funktionierends UMTS-Netz geben. Das kann ich auch bestätigen.

Allerdings ist die Sendeleistung so schwach, dass das Nokia 6120 nach 2 Minuten automatisch von UMTS auf GPRS zurückgeschaltet hat und daher die Datenrate ziemlich absackte. Dann habe ich die Umschaltautomatik deaktiviert und das UMTS-Netz erzwungen - da brach die Verbindung komplett zusammen.

Das 6021 hingegen glänzte mit voller Empfangsbalkenausschlag und dem congstar-Schriftzug.

Wie ist Deine Schlußfolgerung?

Nach diesem Versuch habe ich beschlossen, simyo nur noch im langsamen 6021 zu lassen, da nicht mal in einer lückenlosen UMTS-Gegend ein stabiles inhouse-Signal empfangen werden kann. Weitere E-Netz-basierte Anschaffungen wird es daher bei mir nicht geben.

Meine im privaten Umfeld erteilten Prepaid-Anschaffungsvorschläge laufen daher nach wie vor nur in Richtung D1-Netz, da zumindest deren inhouse-Empfang grundsätzlich funktioniert. Denn Vodafones Apothekentarife sind zu schwer verdaulich, als dass man damit anderer Leute Lebenszeit zum Begreifen verschleudern sollte.

Zusätzlich habe ich nun die Gewissheit, dass der lausige Simyo-Empfang nicht vom jeweiligen Mobiltelefon abhängt, sondern vor allem vom unzureichenden Ausbau des Netzbetreibers.

Fr
23
Mai
2008

Neues Spielzeug im Haus
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Das Nokia 6120 Classic ist nun seit 4 Wochen im Einsatz und zeigt sich in folgenden Bereichen als besonders erfreulich:
  • Der UMTS-Beschleuniger HSDPA lässt Internet sowohl auf dem eingebauten Browser als auch dem MacBook "fliegen", und der Browser kann auch mit HTTPS-Seiten korrekt umgehen
  • Java-Programme starten sehr viel schneller als auf dem Nokia 6021
  • Nokia Maps ist ein tolles Programm, denn man kann ganz Länderkarten per Internet herunterladen, außerdem kann es auf die Kontakteliste zurückgreifen
  • eine 2 GB microSD-Karte ist billig und einfach auswechselbar
  • der RealPlayer zeigt mir Video-Podcasts in akzeptabler Größe
  • der Adobe Reader zeigt Standard-PDFs sehr gut an
  • das Anzeige-Programm für MS-Office-Dateien wird für mich jeden Tag noch nützlicher
  • die Kontaktverwaltung beherrscht korrekte Sortierung und Anzeige von "Nachname, Vorname"
  • ich kann fast jeden blödsinnigen Soundschnipsel als Klingelton verwenden
  • das Programm "Nokia Multimedia Transfer" erlaubt einen funktionierenden Abgleich mit iTunes, iPhoto und Safari, wenn auch nicht so gut wie der iPod
  • die eingebaute Kamera macht taugliche Bilder, aber nur bei schönem Wetter
  • der eingebaute Lautsprecher klingt erstaunlich gut für seine winzige Größe
  • die automatische Spracherkennung für jeden (!) Telefonbucheintrag funktioniert, wenn man klar spricht
  • das eingebaute UKW-Radio liefert einen guten Klang - solange es keine Störungen gibt
Wo Licht ist, ist auch Schatten:
  • der Musikplayer ist jämmerlich zu bedienen, immerhin funktioniert er mit allen Formaten, die ich ihm bisher zu fressen gab
  • der Akku ist recht schnell leer, die Multimedia-Funktionen lutschen Strom ohne Ende, aber das stand auch in jedem Testbericht so drin, ich war also vorgewarnt
  • die eingebaute 2 Megapixel-Kamera neigt zu grünstichigen Bildern und hat Probleme mit Gegenlicht
  • die Bedienung ist teilweise fummelig, aber man gewöhnt sich daran
  • der DB-Railnavigator (Java-Programm) neigt manchmal zu Nichtstartbarkeit und muss dann neu installiert werden
  • das auf der beiliegenden CD-ROM versprochene iSync-Plugin ist eine Luftnummer, Bastler haben es im Internet bereitgestellt, aber die offizelle Quelle hat es nicht ...
Insgesamt stellt das Nokia 6120 für mich mit meinen Bedürfnissen eine Anschaffung dar, deren Nutzen mit jeder weiteren "Entdeckung" deutlich zunimmt. Ich hatte es als UMTS-Modem und schnelle Java-Kiste gekauft, und stelle erfreut fest, daß die vielen Zusatzfunktionen so nach und nach von mir sinnvoll genutzt werden können. Ich habe es als Business-Gerät gekauft, und es deckt sowohl diesen als auch den Unterhaltungsbereich besser als erwartet ab.

Ach ja, telefonieren kann man damit übrigens auch, und das sogar in hervorragender Sprachqualität, was scheinbar nicht nur an congstar/T-Mobile liegt. ;-)

Mo
31
Mrz
2008

Selbst gesichert läuft am Besten
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Dieses Posting erscheint erstmalig über einen von mir nachträglich gesicherten Wireless-Router.

Bis heute abend hatte die Unterkunft hier in Freiburg noch ein ungesichertes und offenes WLAN, nun kommt hier zumindest eine frisch aktivierte WPA-Verschlüsselung zum Einsatz.

Mein Vermieterpaar hat mir erfreulicherweise auf Rückfrage hin erlaubt, daß ich den DI-524, der an einem Kabelmodem hängt (wer hat da gelacht?) auf eine gesicherte Verbindungsart umstellen durfte.

Somit ist mir bereits der dritte DI-524 untergekommen, der vollkommen offen in der Gegend herumsteht - und wieder hängt er an einem Kabelfernsehanschluss. In Hamburg ist es Kabel Deutschland, hier in Baden-Württemberg ist es Kabel BW, und beide statten ihre Kunden wohl ohne verständliche Anleitung aus, sonst würde es nicht zu diese (vermuteten) Häufung von Fällen kommen.

Die nachträgliche Einstellung einer gesicherten Verbindung ist im Grunde sehr simpel:
  1. Ethernet-Kabel (Netzwerkkabel) in das Gerät stecken und in den Computer
  2. im Browser die Adresse http://192.168.0.1 aufrufen
  3. mit dem Benutzer "admin" und dem bei der Einrichtung vergebenen Password anmelden
  4. auf den Knopf "Wireless" klicken
  5. im Ausklapp-Menü "Sicherheit" dann "WPA-PSK" auswählen
  6. bei "Verschlüsselung" dann "AES" auswählen
  7. im Feld "Pre-share Key" ein hübsches Passwort ohne Sonderzeichen eintippen, am besten KEIN Wort aus einem Wörterbuch
  8. auf den grünen Haken "Anwenden" klicken
  9. warten auf den Neustart des DI-524
  10. dann erneut beim WLAN anmelden, dieses Mal mit dem hübschen Passwort aus Schritt 7
  11. böse Buben und Raubkopierer draußen lassen
Als der Router noch offen war, hat er zwischen gestern Abend und heute Abend insgesamt sechs fremden WLAN-Geräten den Zugang ermöglicht, wie die DHCP-Tabelle mitteilte.

Damit ist nun Schluss - und ich muss nicht mehr den krückeligen und vor allem langsamen VPN-Tunnel für eine gewisse Minimalsicherheit benutzen. :-)

Mi
26
Mrz
2008

Kein Telefonersatz (Update 1)
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

In Nokia-Telefonen gibt es einen Zähler, der unter dem Menüpunkt "Anruflisten" die Anrufdauer alle abgehenden und ankommenden Telefonate aufsummiert und sie getrennt erfasst.

Ich wollte einfach mal einen Eindruck davon bekommen, wie oft ich eigentlich mobil telefoniere. Es gibt nämlich gegenwärtig bei mir Überlegungen, mir nach vielen Jahren des Prepaid-Daseins auch mal einen Laufzeitvertrag zuzulegen. Nachfolgend also die ausgelesenen Daten im Format "Stunden:Minuten:Sekunden":

Nokia 3330 (Kaufzeitpunkt: September 2002)
  • Anrufdauer ankommende Anrufe: 40:48:30
  • Anrufdauer abgehende Anrufe: 24:07:02

Nokia 6021 (Kaufzeitpunkt: Juli 2007)
  • Anrufdauer ankommende Anrufe: 02:00:04
  • Anrufdauer abgehende Anrufe: 04:18:11
Mit dem alten Telefon habe ich also in 5,5 Jahren nur knapp 65 Stunden telefoniert, mit dem neuen in 9 Monaten knapp über 6 Stunden. Das ist nicht wirklich viel, denn im Festnetz vertelefoniere ich mit meiner Alice-Flatrate soviele Stunden in 2-3 Monaten.

Somit erkenne ich angesichts obiger Daten nun eher, daß ich nach wie vor eher wenig geneigt scheine, in kleine Plastikkistchen zu brüllen, die ich mir heftig ans Ohr pressen muss, damit ich überhaupt was verstehe. Auch wenn ich dafür eine Flatrate hätte.

Als ehemals beruflicher Vieltelefonierer habe ich mich schon vor Jahren an komfortable große Headsets an übersichtlichen großen Bürotelefonen mit vielen Tasten gewöhnt. Das prägte mich scheinbar sehr, und das wird wohl auch so bleiben. Also brauche ich eigentlich keinen neuen Sprachtarif, da ich ihn sowieso nicht nutzen würde.

Was sich verändert hat, ist die Internetnutzung. Die wurde durch das neuere Telefon auch auf mobile Nutzung erweitert, und das ist gegenwärtig auch mein Haupteinsatzbereich für das Nokia 6021. Es ist für mich ein Modem fürs Notebook und ein eigenständiges Internet-Terminal für unterwegs. Es ist zwar ein eher schwächliches Java-Handy, aber es erfüllte diesen Zweck bisher - der DB-Railnavigator läuft darauf, wenn auch ohne Umgebungskarten.

Somit verlagere ich mich bei meiner Suche also mehr zu einem passenden Datentarif hin, denn die aktuellen Preistabellen für mobile Sprachtelefonie lösen in mir sowieso immer einen hysterischen Lachreiz aus, sobald ich Minutenpreise oberhalb von 10 Euro-Cent erblicke. Die Zeiten für höhere Preise sind eigentlich vorbei, meine Damen und Herren Tarifplaner!

Ein Anbieter ist bei meiner Datentarif-Suche schon draußen - Vodafone mit seinen Mondpreisen. In der aktuellen c't 7/2008 sind dessen Preismodelle ein erkennbares Ärgernis, denn so deutlich wurde selten eine Empfehlung ausgesprochen:

Vodafone hingegen stellt Tariffallen auf mit Preisen, denen jede realistische Grundlage fehlt.(Quelle: c't-Magazin 7/2008, Seite 93ff., Artikel: Internet handlich)

Weiter vorne im Artikel wird von Mondpreisen gesprochen, ohne Vodafone zu nennen - aber alleine der identische Preis weist dem aufmerksamen Leser den Weg.

Mal gucken, ob es wirklich bei mir zu einem Vertrag kommt. Die bisher konsultierten Shop-Seiten im Internet haben alle nämlich eines gemeinsam - in einen Sack gesteckt trifft der darauf angewendete Knüppel garantiert immer den Richtigen. Häufig fehlen Informationen über wichtige Vertragsbestandteile, und die angebotenen Vergleichstabellen sind selten logisch aufgebaut, sondern eher ein Suchspiel mit Fußnoten.

Also bleibt der Weg in einen Laden, und der Verkäufer darf sich schon mal warm anziehen bei meinen Fragen. Wenn er sie denn überhaupt beantworten kann ...

Nachtrag, 20.04.2008, 21:42 Uhr:
Der oben zitierte c't-Artikel steht mittlerweile bei Heise mobil online bereit.

Sa
9
Feb
2008

Mobile Datentarife: neues Spiel, neues Glück
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Nächste Runde! Neuer Test! Endlich eine Lösung? Abwarten.

Meine Suche nach bezahlbaren mobilen Datentarifen, die auch wirklich fast überall Netzverfügbarkeit ausweisen, hat ein neues Testopfer gefunden: Congstar Prepaid. Meine folgenden Vergleiche beziehen sich naturgemäß auf das bisher von mir genutzte simyo, das im E-Plus-Netz läuft.

Ergebnis 1: Empfang überall in der Wohnung gleich stark - Vollausschlag des Empfangsstärkebalkens auf meinem Nokia 6021. So also fühlt sich ein D1-Netz an. Meine Wohnung liegt ca. 5 km Luftlinie vom Hamburger Rathausmarkt entfernt, so daß ich mitnichten ländlich wohne, was aber bei E-Plus scheinbar schon als Kriterium für eine geringe Mastendichte ausreicht. Anders kann ich mir den teilweisen Empfangsverlust bei simyo tagsüber nicht erklären.

Ergebnis 2: Datendurchsatz im Schnelltest, sprich ohne eindeutige Rahmenbedingungen:
  • Simyo: Download 6 KB/s, Upload 1 KB/s (GRPS)
  • Congstar: Download 9 KB/s, Upload 4 KB/s (EDGE)
Einziger Wermutstropfen: der Congstar-Datentarif kostet ca. 100% mehr pro Megabyte als der simyo-Datentarif (49 Cent/MByte gegen 24 Cent/MByte). Dafür ist das darunterliegende D1-Netz bisher hier in Hamburg sehr gut verfügbar.

Die nächste Fernreise mit der Bahn wird weitere Erkenntnisse bringen, wie sich das EDGE-Netz bei hohen Geschwindigkeiten verhält.

Do
22
Nov
2007

Goodbye, Trium Galaxy
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Da hinein werfe ich gleich mein altes Handy "Trium Galaxy" samt Akku und Ladegerät:

Image Hosted by ImageShack.us
By macsico at 2007-11-22

Dieser Rücksendeumschlag ist Teil einer Gemeinschaftsaktion von Deutscher Umwelthilfe und T-Mobile, welche das Thema "Handy-Recycling" vorantreiben soll. Zu oft noch werden solche Geräte nicht sachgerecht entsorgt, weil viele der Meinung sind, daß es sich nicht lohnt, für minimale Elektronikschrott-Mengen zum Recyclinghof der jeweiligen Gemeinde zu fahren.

Ich auch nicht - aber ich sammele daher einfach länger und bringe dann gleich deutlich mehr hin, anstatt einfach nur in die Hausmülltonne zu verklappen. In diesem Fall erspart mir dieser unter obigem Link angeforderte Rücksendeumschlag die weitere Lagerung meines kaputten Erst-Handys, welches nur von 2000 bis Ende 2001 durchgehalten hat.

Auch wenn Du mein erstes Handy warst, liebes Trium Galaxy, und mir gezeigt hast, daß man ein Gerät auch ohne sinnlos viele Tastendrücke benutzen kann (eat this, Nokia ...), so warst Du doch viel zu kurz bei mir. Dein Nachfolger, das Nokia 3330, läuft immer noch (mal von der Akkulebensdauer abgesehen) und arbeitet einwandfrei.

Wir sehen uns dann nach Deiner Reinkarnation bzw. Deinem Recycling wieder - ich bin gespannt, als was Du mich dann überraschst.

Di
30
Okt
2007

Bastelstunde bei E-Plus? (Update 2)
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Gestern abend beschloss mein neuestes Mobiltelefon spontan, erst kurz meine SIM-Karte nicht anzuerkennen, um dann urplötzlich den Providernamen im Display zu ändern.

Aus dem einzeiligen "Simyo" wurde plötzlich der Zweizeiler "E-Plus Simyo" - bei gleichzeitigen Verlust jeglichen Netzzugangs.

Nach fünfminütigem Warten schaltet ich das Gerät einfach aus und wieder an. Danach wurde wieder nur "Simyo" angezeigt, und das Netz war auch wieder verfügbar.

Auf meiner heutigen Tour nach Frankfurt glänzte das von Simyo benutzte E-Plus-Netz vor allem mit großflächiger Abwesenheit sowohl während der Hinfahrt als auch während der Rückfahrt. Meistens hatte ich nur genau im jeweiligen Haltebahnhof Empfang, aber bereits kurz davor und danach war es wieder Sense mit dem Netz.

Und selbst wenn das Netz verfügbar war, lief der GPRS-Zugang derartig instabil, daß ich ständig rausgeworfen wurde.

Was mich insgesamt zu der Frage veranlasst, ob irgendwelche Wartungs- oder Erweiterungs-Arbeiten am Laufen sind, da mich die Häufung so vieler seltsamer Erlebnisse in so kurze Zeit doch schwer verwundert.

Nicht daß ich verwöhnt wäre mit Simyo/E-Plus, aber dicht am Totalausfall darf man doch mal fragen, oder?

Der T-Online-WLAN-Zugriff hat im Frankfurter Hauptbahnhof auch herumgezickt, war also auch keine tatsächliche Alternative. Email ging, WWW nicht. So ein Bullshit ...

Nachtrag, 31.10.2007, 14:47 Uhr:
Nachdem ich mittlerweile den E-Plus-Werbeclaim "So nahe, als wäre man da" für unpassend halte und immer öfter leider an "So selten, als wäre man auf dem Mond" denke, ist die Suche nach bezahlbaren und stabilen Alternativen also wieder eröffnet.

Zumindesten für Bahnreisende wie mich werden die Karten gegenwärtig auch von unerwarteter Seite wieder neu gemischt. Die Deutsche Bahn AG will bis Jahresende auch die Strecke Hamburg-Frankfurt mit WLAN im ICE ausgestattet haben, nachdem bisher Frankfurt-Köln und Frankfurt-Stuttgart-München (in einigen Zügen) bereits darüber verfügen.

Nachtrag, 01.11.2007, 15:35 Uhr:
Ja, bei E-Plus/Simyo ist Bastelstunde. Nachdem ich mich vorgestern noch wunderte, warum mein Guthaben so schnell dahinschmolz, ist die Guthabenverwaltung seit heute komplett schizophren.

Aus einen Restguthaben von 14,60 EUR (gefühlt zu wenig) wurde über Nacht wieder 16,60 EUR (gefühlt korrekt) - laut der Abfrage auf dem Gerät selbst. Das Online-Kundencenter ist hingegen noch der Meinung, ich würde bei 14,60 EUR stehen.

Der "Rücksprung" in der Guthabenanzeige war mir schon öfters auf dem Gerät aufgefallen, meistens ging es um genau einen Euro wieder hoch, nachdem es vorher untypisch tief gelegen hatte angesichts der jeweils vorangegangenen Nutzung. Aber das Kundencenter hatte bisher immer den gleichen Stand aufgewiesen.

Daher Augen auf beim Simyo-Guthaben, da scheint zur Zeit einiges im Argen zu liegen.

Mo
10
Sep
2007

Offen, offener, Kabel Deutschland (Update 2)
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Heute abend habe ich ein weiteres Erlebnis zum Thema "offenes WLAN" gehabt.

Wenn man zuhause durch bloßes Anschalten seiner eigenen WLAN-Karte ein neues ungesichertes Netz in der Nachbarschaft findet, und durch bloßes Aufrufen der Standard-Routeradresse bereits unter Nutzung des Standard-Benutzers "user" in der Router-Oberfläche landet, fällt das nach meiner Ansicht nicht unter WarDriving.

Ich taufe diese Tätigkeit daher "ReinPlumpsing", denn ich wurde vollautomatisch in das andere Netz eingebucht, weil es komplett offen steht. Nun muss ich nur herausfinden, wie ich den Besitzer darüber informiere, daß alles offen ist und dichtgenagelt gehört.

Aus meinem Haus ist er oder sie schon mal nicht, denn die IP-Adresse verweist auf einen Kabel-Deutschland-Kunden. Durch ein zufälliges Telefonat in der letzten Woche weiß ich, daß mein Hauseigentümer die Kosten für die Umrüstung der Kabelfernsehanlage mit einem Rückkanal für Internet/VoIP gegenwärtig nicht vornehmen will, da der Altbau einfach zu hohe Umbaukosten verursachen würde. Also schon mal keiner aus meinem Gebäudekomplex.

Immerhin hat der freundliche DHCP-Server schon mal die lokale IP aus seiner gespeicherten Geräte-Tabelle rausgerückt, unter welcher der anderer Rechner online sein wird. Es handelt sich nämlich um einen DI-524 von D-Link, welcher von Kabel Deutschland gerade in einer aktuellen Aktion an Neukunden rausgehauen wird - und ich als DI-604-Nutzer kenne die Admin-Oberfläche von D-Link fast schon im Schlaf.

Peinlich ist diese offene Konfiguration vor allem für Kabel Deutschland, die scheinbar nur unverständliche Konfigurationsanleitungen an ihre Kunden rausgeben. Der Router sprang mit schon in der WLAN-Auswahl mit dem Standard-Namen "dlink" ins Auge, und als mein MacBook auch noch sofort zugriff, wußte ich schon, was mich erwarten würde.

Mal gucken, wie ich die Person informieren kann - any ideas, lieber Leserinnen und Leser?

Nachtrag, 19.09.2007, 22:18 Uhr:
Per Zufall hatte ich am Samstag Gelegenheit, einer neuen 1&1-Kundin bei der WLAN-Einrichtung ihrer mitgelieferten FritzBox helfen zu können. Das mir gezeigte gigantische 1&1-Faltblatt war schon eine klasse Hilfe und auch die WPA-Einrichtung war kein Hexenwerk. Man kann also durchaus Neukunden mit gutem Anleitungs-Material versorgen.

Der dlink-Router ist übrigens schon seit letzter Woche nicht mehr sichtbar - vielleicht war der WLAN-Teil unabsichtlich eingeschaltet gewesen? Der 524 hat auch einen 4-Port-Switch, so daß man ihn auch kabelgestützt nutzen kann.


Nachtrag, 03.04.2008, 08:04 Uhr:
Da es scheinbar viele offene WLANs mit diesem Gerät gibt, habe ich mal in einem anderen Posting eine kleine Anleitung dazu verfasst.

Fr
10
Aug
2007

WLAN oder GPRS auf Reisen - kleine persönliche Zwischenbilanz
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Aus einem fahrenden Fernzug heraus versuchte ich heute, eine GPRS-Verbindung zwecks Emailversand vom Notebook her aufzubauen. Zu jenem Zeitpunkt, also nur 20 Minuten nach der Abfahrt aus Hamburg Hauptbahnhof, konnte ich bereits feststellen, wie sich das Mobilfunk-Niemandsland südöstlich von Hamburg real anfühlt. Sowohl mein Simyo-Gerät als auch das Vodafone-Mobiltelefon zeigten nämlich ca. fünf Minuten keinerlei Empfang mehr an.

Das Vodafone-Netz tauchte allerdings deutlich schneller wieder aus der Versenkung auf, während das von Simyo benutzte E-Plus-Netz bis kurz vor dem nächsten Bahnhof mit Abwesenheit glänzte. Dann funktionierte die Simyo-GPRS-Verbindung allerdings wunsch- und erwartungsgemäß, was ich von den WLAN-Verbindungen via T-Online bisher nicht immer behaupten konnte.

Vor ein paar Monaten war ich auf einer Fahrt in den Süden Deutschlands in eine vermutlich großflächige Störung des T-Online-WLANs reingerasselt. Bereits bei einem Zwischenstop in Frankfurt Hauptbahnhof war es mir durch eine Funktionsstörung seitens T-Online nicht möglich, eine dem Kunden zugesagte Email zu versenden - empfangen ging. Egal was ich machte, es klappte einfach nicht.

Abends an meinem Zielort angekommen stellte sich heraus, dass der WLAN-Zugang im Hotel aberwitzig teuer war und ein zusätzliches Vertragsverhältnis nach sich gezogen hätte. Der außerdem zufällig ins Hotel einstrahlende Access Point eines örtlichen WLAN-Netzbetreibers glänzte durch die ausschließliche Abrechnung über PayPal, gegen welches ich deutliche Vorbehalte habe aufgrund von vielen negativen Medienberichten.

Was macht man also als mobiler Zeitgenosse und Dienstleister mit dringendem Emailversandbedarf, hohem Kostenbewusstsein und niedriger Vertragsabschlusswilligkeit? Richtig! Man irrt nachts bei kaltem Regen durch eine fremde Stadt auf der Suche nach einem offenen Access Point!

Schräg gegenüber vom Hotel war ein T-Punkt, welcher im Regelfall auch einen T-Online-WLAN-Access Point aufweisen sollte. Flugs stiefelte ich nach gegenüber, stellte mich wegen des Regens in eine seitliche Passage und versuchte nach erfolgreicher Anmeldung dann 20 Minuten lang, die Email endlich zu verschicken. Klappte wieder nicht, da die T-Online-Störung scheinbar auch hier zugeschlagen hat - Empfang ja, Senden nein.

Ich zückte wieder den Regenschirm, lief weiter in die Nacht und klappte alle 100 m das Notebook auf. Keiner der dabei entdeckten Access Points war für mich nutzbar. Schließlich erreichte ich einen der Firma Wall, welche eigentlich im Bereich der sogenannten Stadtmöblierung aktiv ist, diese aber auch zur Errichtung von WLAN-Access Points nutzt. Nach einem lustigen Challenge-Response-Verfahren mit zwei Anmeldungen und zwei SMS-Zusendungen konnte ich endlich nachts im Regen meine Email verschicken und zurück ins Hotel kehren.

Nach dieser Erfahrung war ich dann ausreichend weichgeklopft, mir einen GPRS-Zugang für mein Notebook zuzulegen, und zwar das bereits in früheren Artikeln erwähnte Nokia 6021, welches ich aufgrund der sehr günstigen Datentarife mit einem Simyo-SIM ausgestattet habe. UMTS-Netze weisen nach den mir vorliegenden Berichten und Daten noch eine zu schlechte Netzabdeckung und einen im Verhältnis dazu zu hohen Preis auf, so dass diese Option erstmal ausschied.

Der heutige Test aus dem Zug hat mir nun auch bestätigt, dass der GRPS-Zugang billiger ist und trotz gewisser Lücken im E-Plus-Netz deutlich besser funktioniert als das zunächst von mir favorisierte WLAN via T-Online. Für große Downloads ist es natürlich nicht so schnell wie ein WLAN-Zugriff, aber für die allgemeine Email-Erreichbarkeit auf Reisen stellt es für mich die bessere Alternative dar.

Eine späte Erkenntnis, nachdem ich Monate damit zugebracht habe, T-Online auf meine neue Wohnadresse hinzuweisen - T-Online ist mein bevorzugter WLAN-Zugriffsprovider ...

Sa
7
Jul
2007

Tempo, Tempo
(Rubrik: Mobiltelefonie_und_Datenfunk)

Kleiner Vergleich, wie schnell eine SIM-Karte geliefert werden kann:
  • Hansenet (Alice mobil): keine Lieferung infolge veralteter Liefer-Adresse in schizophrener Datenbank, nachfolgend katastrophale Kundenkommunikation, Reaktionszeit auf erboste letzte Kunden-Email: eine Woche. Gesamtdauer Alice-Bestellung: zwei Monate
  • Simyo: Bestellung am Dienstag, Online-Rechnung (digital signiert, auch das schafft Hansenet nicht!) am Freitag, SIM-Karte am heutigen Samstag im Briefkasten. Gesamtdauer simyo-Bestellung: fünf Tage
Zeitbedarf, um mit der simyo-SIM-Karte und Nokia 6021 online zu gehen über GPRS: 5 Minuten. Das dauerte so lange, weil meine Ersteinrichtung nicht akzeptiert wurde. Kosten dafür: kaum meßbar, da pro Megabyte (!) nur 24 Cent berechnet werden in 10 KByte-Schritten.

Mit simyo habe ich nun vier Telekommunikationsanbieter:
  1. Hansenet: DSL und Festnetz
  2. T-Online: Notebook-WLAN und 56K-Modem für unterwegs
  3. Vodafone: Mobiltelefon 1
  4. simyo: Notebook-GPRS-Zugriff für unterwegs via Mobiltelefon 2
Und das soll auch so bleiben - wenn einer mal ausfällt, laufen immer noch die anderen drei. Und keiner von denen hat irgendeine Art von Laufzeitvertrag mit mir.
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