Raetsel_der_Menschheit

So
29
Jun
2008

Endlich fertig? Danke!
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Spanien ist Europameister! (Quelle: Spanien ist Europameister! - Deutsches Team - ARD-Nachrichten - EURO 2008)

Nun können wir endlich wieder normal weitermachen. Die nächtlichen Gröhlereien und Hupkonzerte wurden nämlich langsam lästig.

Sa
3
Mai
2008

Spammer aushungern!
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Die gestrige Durchsicht meines Spam-Verdachts-Ordners bei GMX erbrachte eine völlig neue Erkenntnis im Kampf gegen Spam-Emails. Ich weiß endlich, wie wir diese Pest der Neuzeit, diese Ratten des Internets, diese Verstopfer unsere Posteingänge klein kriegen können!

Zur Untermauerung meiner Theorie liste ich erst einmal die Emails auf, anhand derer mir die wirklich bahnbrechende Idee kam:

Absender Betreff Datum
"vaigra cialsi" Sie sparren 80%! 24.04.08 00:35
"vaigra ciails" Sie sparren 81%! 26.04.08 04:58
"viagar cilais" Sie sparren 85%! 27.04.08 14:25
"vaigra cailis" Sie sparren 90%! 29.04.08 00:07

Wie man unschwer erkennen kann, wird mit jeder weiteren Zusendung der angebotene Spareffekt höher, so daß am Ende aus 80% Ersparnis satte 90% möglich gewesen wären. Nachdem ich also anfangs nicht auf die wirklich guten Angebote dieses freundlichen Spammers eingegangen bin, hat dieser Fuchs, dieser tolle Verkäufer, also den Grund begriffen und reagiert!

Und genau so bekommen wir sie endlich, endlich klein! Wir müssen nur warten, bis sie uns nicht nur 100% Discount anbieten, sondern sogar noch Geld oben drauflegen, damit wir überhaupt darauf noch reagieren - und damit hungern wir die Spammer ökonomisch aus.

Je mehr er uns anbieten muss, desto eher wird sich sein Unternehmen in die unwirtschaftliche Zone verschieben, und dann sind wir ihn endlich los, sobald die Substanz verschleudert ist.

--

So weit meine wild wuchernde Fantasie - ich wollte einfach mal die Spammer verarschen, nachdem sich mal ein einigermaßen marktorientiertes Werbeschema erkennen ließ, mit fortlaufenden Discount-Steigerungen. Leider zeigt es aber auch, wie planlos sie im Grund wirklich sind, denn ein 10-prozentiger Abschlag innerhalb von nur fünf Tagen (ohne Verhandlungen!) zeigt von wenig kaufmännischem Talent. ;-)

Mi
23
Apr
2008

TV-Werbe-Vermarkter
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Per Zufall stieß ich heute auf die Website von "Viacom Brand Solutions", nachdem ich mich über eine im Sender Nick ausgestrahlte Serie informieren wollte. Viacom ist die US-Mutterfirma der TV-Sender MTV, VIVA, Nick und Comedy Central.

Das Konzept des dortigen Informationsangebots besteht unter anderem darin, die jeweilige "Message" in Form von professionell produzierten Werbefilmchen auf der jeweiligen Seite zu verkünden. Wer Werbung verkaufen will (und das ist der alleinige Lebenszweck eines kommerziellen TV-Senders), muss auch über Werbekonzepte sprechen. So weit, so bekannt.

Besonders zynisch fand ich allerdings die Seite mit den sogenannten "Success Stories". Das passende Filmchen sprach in der Einleitungssequenz endlich mal das aus, worum es nach meiner Ansicht sowieso & ausschließlich geht: "8 ways of separating people from their money".

Dieser Sorte von Werbern geht es nicht darum, gutes Fernsehen anzubieten, das von Werbung finanziert wird. Es geht ihnen darum, die Menschen vom ihrem Geld zu trennen, und das unter Ausnutzung aller möglichen und unmöglichen Mittel.

Gier. Nackte Gier ohne Sinn und Verstand. Hauptsache Geld abziehen. Und solchen Menschen soll man trauen, gar Geschäfte mit ihnen machen?

Sa
19
Apr
2008

Kleinstaatlich Republic of Germany (the country formerly known as FRG)
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

1997: Als neuer Kunde der Sparda-Bank Frankfurt konnte man über ein Kundenterminal alle (!) Möglichkeiten der Kontoführung jederzeit ausschöpfen. Die nächsten Jahre zeigten, dass alle aufgesuchten Sparda-Filialen in Deutschland auch für Fremdkunden stets die gleichen Zugriffs-Möglichkeiten boten, egal zu welcher Sparda-Gesellschaft sie gehörten.

2006: Umzug von Frankfurt nach Hamburg. Ich bleibe Kunde der Sparda Frankfurt, da ich bei der Sparda Hamburg alles weiter nutzen kann - wie immer also.

Ende 2006: Wechsel in eine freiberufliche Tätigkeit und Einrichtung eines zusätzlichen Geschäfts-Girokontos zwecks besserer Trennung. War bei der Sparda nicht möglich, also ging ich zur Hamburger Sparkasse. Seitdem durfte ich mehrfach erleben, wie Banksachbearbeiter an den hausinternen Prozesslücken herumdoktorten, die mir bisher im Bankenwesen unbekannt waren, was das Vertrauen in die Kompetenz dieser Bank nicht gerade steigert.

Frühling 2008: Betriebliche Reisen durch ganz Deutschland erzwingen mittlerweile längere Abwesenheitsphasen aus Hamburg. Dank der beliebigen Nutzbarkeit aller Sparda-Filialen kann der private Zahlungsverkehr auch unterwegs problemlos in allen Facetten gemanaged werden.

Viele Sparkassen beweisen hingegen, dass sie immer noch nicht wirklich bundesweit nutzbar sind und gerne nur regional denken. Bereits das Drucken eines simplen Kontoauszugs misslang in Freiburg/Breisgau: "Diese Funktion ist derzeit leider nicht ausführbar." Diesen durchaus irreführenden Hinweis hätte man übrigens auch anders formulieren können, liebe Sparkassen-IT. Denn sonst hätte ich mir beim Schalterpersonal nicht den eher hilflosen Hinweis abholen müssen, diesbezüglich die hauseigene Webseite zu konsultieren, was ich mit Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm. Die dort verzeichneten kooperierenden Banken liegen gerade mal in drei Bundesländern.

Weitere Versuche in Frankfurt/Main und in Siegen zeigten jeweils das gleiche düstere Bild. Der von Sparkassen gerne genannte Vorteil eines großen Filialnetzes in Deutschland reduziert sich somit auf die nackte Bargeldversorgung. Die universelle Nutzbarkeit eines Bankverbundes ist im Falle der Sparkassen faktisch nicht vorhanden. Insofern muss ich den Sparda-Banken Wunderfähigkeiten unterstellen, dass sie bereits vor über 10 Jahren einen in allen Facetten funktionierenden Verbund hinbekommen haben.

Angesichts solch kleinstaatlicher Verhältnisse bereits im Bankensektor darf man sich über die unterschiedlichen Raucherschutzgesetze (und deren zeitliche Umsetzung) dann sowieso nicht mehr wundern. NRW ist für mich jedenfalls bis auf weiteres zweite Wahl, was dieses Thema angeht. Köstlicher Geschmack im Mund und herrlicher Essens-Duft in der Nase vertragen sich einfach nicht mit Rauch.

Sa
29
Mrz
2008

Und ewig grüßt die Sommerzeitumstellung
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Da ich bereits morgen früh schon wieder im Zug sitzen werde, versorge ich die ganzen händischen Geräte schon mal heute Abend.

Wann hören die eigentlich auf mit der Lügerei bezüglich der Energieeinsparung durch die Umstellung auf Sommerzeit?

Am (Internet-) Wegesrand fand ich heute die Nachricht über den EU-Abgeordneten Reul, der schon länger gegen die Sommerzeit kämpft - recht hat der Mann. Alles nur Tierquälerei, jawollja!

Alle Sommerzeit-Stories in diesem Blog findet man über diesen Suchlink.

Sa
22
Mrz
2008

Vertrauensentzug (Update 1)
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Aufgabenstellung:
Sie sind in verantwortlicher Position für eine große deutsche Discount-Supermarktkette mit hohen Besucherzahlen tätig, und müssen sich um das leidige Thema "Warenschwund durch Kunden" (vulgo: Diebstahl) kümmern.

Dazu gehört auch, dass Sie an den Kasse sicherstellen müssen, dass alle Waren aus dem Einkaufswagen auch stets den Weg auf das Förderband zum Kassenscanner finden.

Wie gehen Sie im Kassenbereich vor?

Lösungvorschlag 1:
Sie misstrauen allen Kunden, aber Sie vertrauen Ihren Mitarbeitern in der Kassenzone.

Daher lassen Sie bei der Kasse oberhalb des Durchgangs für die Kunden einen schräg von der Decke hängenden Spiegel installieren. Somit kann das Kassenpersonal mit einem Blick nach oben sehen, ob noch etwas im Einkaufswagen oder dessen unterer Ablage liegt. Sollte dort nichts liegen, ist die Sichtkontrolle abgeschlossen und das Kassenpersonal kann den Scan- und Bezahlvorgang ohne Unterbrechung fortsetzen, ansonsten erfolgt eine höfliche aber bestimmte Aufforderung an den Kunden, doch auch die "vergessenen" Waren auf das Förderband zu legen.

Bei entsprechend gut trainiertem Kassenpersonal läuft dieser optische Prüfvorgang so unauffällig ab, dass der unbescholtene Kunde im besten Fall nichts davon mitbekommt und weiterhin ein schönes Kauferlebnis in den Supermärkten Ihrer Kette geniessen kann. Trotzdem haben Sie dafür gesorgt, daß diejenigen Kunden, die zu einem "sparsamen" Zahlungsverhalten neigen, nicht die unübersichtliche Situation in der meist sehr eng gestalteten Kassenzone ausnützen können.


Lösungvorschlag 2:
Sie misstrauen allen Kunden, aber Sie vertrauen Ihren Mitarbeitern in der Kassenzone meistens, aber nicht immer.

In dieser Variante von Lösungsvorschlag 1 lassen Sie keine Spiegel oberhalb der Kunden-Durchgänge in der Kassenzone aufhängen. Sie haben nämlich den Verdacht, daß Ihr Kassenpersonal den kurzen Blick in den oben hängenden Spiegel nicht in jedem Fall durchführt, sondern in der Eile durchaus auch mal vergessen kann, oder sogar bewusst derartige Anweisungen nicht oder nicht dauerhaft umsetzt.

Stattdessen weisen Sie das Kassenpersonal an, bei jedem Einkaufswagen aufzustehen, sich über das Förderband zu beugen und eine Sichtkontrolle des Einkaufswagens vorzunehmen. Gleichzeitig haben Sie durch das Aufstehen auch eine Sichtbarmachung der Sichtkontrolle eingeführt, die auch aus einer gewissen Entfernung nachprüfbar ist, zum Beispiel durch den Marktleiter mittels einer Überwachungskamera. Alle weiteren Ablaufschritte erfolgen ansonsten wie in Lösungsvorschlag 1.

In dieser Variante bekommt der Kunde bereits die Kontrolle zu spüren, da Sie nicht mehr so unauffällig wie in Lösungsvorschlag 1 ablaufen kann. Trotzdem haben Sie damit nach Ihrer Ansicht das Problem des Warenablusses in der Kassenzone im Griff, welches Ihr Hauptziel war.


Lösungvorschlag 3:
Sie misstrauen allen Kunden, und Sie misstrauen Ihren Mitarbeitern in der Kassenzone.

Sie wissen durch eigene hausinterne Beobachtungen, daß Lösungsvorschlag 2 zwar nicht so einfach vergessen oder ignoriert werden kann wie Lösungsvorschlag 1, es aber trotzdem vorkommen kann, daß die Sichtkontrolle des Einkaufswagen mittels Aufstehen und Vorbeugen nicht erfolgt.

Ihr Ziel ist aber eine nahezu vollständige Warenausgangskontrolle. Daher entwickeln Sie ein teilautomatisiertes Kontrollsystem, welches dem Kassenpersonal keine Chance lässt, die Sichtkontrolle des Einkaufswagens bewusst oder unbewusst auszulassen.

Dazu lassen Sie an jedem Einkaufswagen unten links und unten rechts ein Schild anbringen. Das Schild hängt direkt oberhalb der hinteren Räder jedes Einkaufswagens und ist somit dicht über dem Boden. Dicht über dem Boden befindet sich auch die untere Ablage eines jeden Einkaufswagens. Gemäß Ihrer Überlegungen ist also ein Blick auf das tiefliegende Schild mit einem Blick sowohl in den Einkaufswagen als auch die untere Ablage gleichzusetzen. Somit wäre jegliche dort befindliche Ware sofort erkennbar, und Ihr Kassenpersonal könnte die aus Lösungsvorschlag 1 und 2 bereits bekannte Aufforderung für "sparsame" Kunden aussprechen.

Damit Sie als Verantwortlicher garantieren können, daß der Blick auf das tiefliegende Schild auch tatsächlich erfolgt ist, lassen Sie darauf eine 4-stellige Zahlenfolge anbringen, die für jeden Einkaufswagen unterschiedlich ist und somit nur schwer merkbar ist. Diese Zahlenfolge muss vor jedem Scan-Vorgang vom Kassenpersonal in die Kasse eingetippt werden, um somit zu beweisen, daß eine Sichtkontrolle des Einkaufswagens vorgenommen wurde.

Durch diese Kombination von Einzelmaßnahmen haben Sie erreicht, daß die bewusste oder unbewusste Umgehung der Sichtkontrolle - wie in Lösungsvorschlag 1 und 2 dargestellt - ausgeschlossen ist, da das Kassensystem nun auch eine Kontrollfunktion hat, die das Kassenpersonal nicht mehr umgehen kann.

Da der Kunde nun diesen Prüfvorgang in jedem Falle mitbekommt, denken Sie sich eine einigermassen sachlich klingende Erklärung aus, die vor allem auf der Verwendung der Aussage "für die Statistik" basiert. Diese Erklärung wird dem gesamten Kassenpersonal als Dienstanweisung für den Fall mitgegeben, daß ein Kunde nach dem Sinn und Zweck dieser seltsam anmutenden Schildersichtung fragt, die ja eigentlich nur Ihre nahezu perfektonierte Sichtkontrolle darstellt.

Somit haben Sie zwar Ihr Ziel erreicht, haben dabei aber sowohl dem Kunden als auch den eigenen Mitarbeitern deutlich gemacht, wie es um das Vertrauensverhältnis bestellt ist.


--

Obiger Text entstand, nachdem ich als Begleitung gestern ein Kaufland im Norden Deutschlands betreten habe. Für mich selbst betrete ich derartige Läden nur im Einkaufs-Notfall.

Nachtrag, 26.03.2008, 14:53 Uhr:
So langsam sollte ich Trendscout für demnächst in Skandale verwickelte Unternehmen werden - wie schon im Schokoladen-Artikel ist nun auch dieser Artikel von der Wirklichkeit eingeholt worden. Die Läden der Kaufland-Kette gehören nämlich ebenso wie die Lidl-Läden auch zur Schwarz-Gruppe:

heise online: Datenschutzverletzungen: Lidl fällt als Wiederholungstäter auf

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Fr
14
Dez
2007

Großstadt-Ängste (2)
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Informierter Fahrgast:
Vor dem Erreichen seiner Zielhaltestelle schaut er, ob bereits die STOP-Anzeige aufleuchtet. Falls nicht, drückt er im Bus irgendeine der STOP-Knöpfe, kontrolliert dann das Aufleuchten der STOP-Anzeige und geht zur nächstgelegenen Tür. Dann wartet er, daß der Bus hält, sich die Tür automatisch öffnet und er aussteigen kann.

Er hat nämlich durch Beobachtung festgestellt, daß die Bus-Elektronik sich den Haltewunsch gemerkt hat und diesen nach Freigabe der Türen durch den Busfahrer an der Haltestelle sofort umsetzt. Er hat auch keine Angst, daß er den Bus nicht rechtzeitig verlassen kann.

Ängstlicher Fahrgast:
Egal, ob die STOP-Anzeige leuchtet oder nicht, er drückt den nächsten STOP-Knopf, weil er aussteigen will. Dann drängelt er sich häufig an den anderen Fahrgäste vorbei zur Tür hin. An der Tür drückt er bei Halten des Busses nochmals den Türöffner-Knopf, obwohl ihn dieser bereits mit dem Hinweis "Tür öffnet" anleuchtet. Nicht selten drückt er ihn dabei mehrfach und ausdauernd hintereinander, bis die Tür sich tatsächlich öffnet. Das tut sie aber nicht aufgrund seines Drückens, sondern aufgrund ihres bereits vorher gefüllten Befehlspuffers.

Diese Vorgehensweise wertet er als intelligentes Verhalten und glaubt sich aufgrund seiner mangelhaften Beobachtungsgabe immer im Recht. Hat der Busfahrer nämlich mal in seltenen Fällen vergessen, die Türfreigabe zu aktivieren, wird man an der Tür von hintenstehenden Höhlenmenschen angemacht, mal endlich den Türöffner-Knopf zu drücken, was verständlicherweise nicht funktionieren kann.

Solche Fahrgäste sind fast schon panisch darauf bedacht, auch ja den Bus an der gewünschten Haltestelle zu verlassen, da sie ansonsten scheinbar in der Hölle landen würden, sollte es ihnen nicht gelingen. Zu wünschen wäre es ihnen übrigens.

--

Die Skizzierung des ängstlichen Fahrgastes ist eine Zusammenfassung aller bisher angetroffenen Extreme, die mir in meinem bisherigen ÖPNV-Leben so untergekommen sind. In der beschriebenen Reinstform tritt er zum Glück nur selten auf, hat hier in Hamburg aber reichlich Anhänger gefunden, wie mir meine vielen Fahrten zeigen.

Gerade die dabei zu Tage tretende Angst finde ich sehr bemerkenswert - denn eigentlich müsste sie gar nicht sein, wie der informierte Fahrgast zeigt. Im Gegenteil, es macht sogar einen Heidenspaß, der Angstfraktion mal hier und da den "Glauben an den Knopf" einfach zu nehmen.

Das ist besonders lustig in Mercedes-Citaro-Bussen, deren Türöffner-Knopf genau in der Türmitte liegt, und die mit seitlich aufspringenden Türen ausgestattet sind (Schwenkschiebetüren). Sobald die Öffnertaste beim Halten grün leuchtet, nähern sich die Mitglieder der Knopffraktion ihr mit ihren gierigen Drückfingern.

Doch mein gepufferter Haltewunsch lässt die Türen dann direkt vor ihren Händen wegspringen, da sie nach knapp 2 Sekunden bereits vollständig geöffnet ist, was regelmäßig für blöde Blicke sorgt - man hätte doch noch gar nicht gedrückt? ;-)

So
2
Dez
2007

Schlange der Gier
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

38 Millionen Euro im Lotto-Jackpot. Ein hoher Anreiz, vor allem für die Menschenschlange, die ich gestern am späten Nachmittag im Einkaufszentrum vor dem Lotto-Stand umrunden musste.

Ich musste grinsen, vor allem, als ich daran dachte, daß sie alle eigentlich sehr freigiebig sind. Alle zahlen ein, damit wenige von ihnen den Reibach machen. Reibach macht aber nur einer garantiert - die staatliche Seite. Da aus den Einnahmen auch gemeinnützige Aufgaben bezuschusst werden, ist Lotto nach meiner Ansicht auch eine praktische Geldumverteilungsmaschinerie, da viele Leute ansonsten freiwillig nichts geben würden.

Besonders grinsen musste ich, als ich den Vergleich zwischen Lotto und Roulette in der Wikipedia bezüglich der Gewinnausschüttungsquote gelesen habe. Man könnte glatt auf die Idee kommen, Lotto als eine zusätzliche Dummensteuer einzustufen.

Mi
7
Nov
2007

Fertiggemalert
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Gestern war endlich der Maler da. Nicht der, der ursprünglich auftauchen sollte. Bad und Küche sind somit endlich wieder ohne sichtbare Durchfeuchtungsschäden.

Als mich eben gerade die Nachbarin von oben noch um eine Paketannahme für morgen ansprach, redeten wir auch kurz über unser gemeinsames Dauerproblem, nämlich über das bis gestern/heute andauernde monatlange Warten auf den Maler. Bei ihr war der gleiche Maler nämlich heute, um jedes Zimmer durchzuarbeiten.

Dabei erwähnte sie, daß sie erst mit der Beauftragung eines eigenen Malers drohen musste, bevor unsere Hausverwaltung plötzlich mit einem Affenzahn reagierte und innerhalb von zwei Stunden einen Ersatzmaler für den ausgefallenen beschafft hat. Sie hatte sich vorher juristisch abgesichert, bevor sie zu dieser Maßnahme griff.

Insofern bin ich ihr dankbar - es wirft aber zusätzlich ein schräges Licht auf die Hausverwaltung, daß diese erst auf Drohungen reagiert, anstatt derartige Schadensbeseitigungen in einer für den Mieter absehbaren Zeit durchzuführen.

Oder anders ausgedrückt - wieso lassen sie uns eigentlich erst hängen, wenn wir sie aufgrund der Rechtslage sowieso an den Eiern kriegen? Wenn sie den Kopf in den Sand stecken oder sich tot stellen, wird es schon keiner bemerken? Sehr kindliche Vorstellungswelt, finde ich.

Di
23
Okt
2007

Chance für eigenes Großspielgerät verpasst
(Rubrik: Raetsel_der_Menschheit)

Bis gestern abend hätte noch jemand kommen können. Jeder Selbstabholer hätte es haben können. Mit ein paar Freunden hätte er das ratzfatz abbauen können, und dann sein eigenes gehabt. Aber es wollte ja keiner!

Dabei klang meine im Kopf formulierte Anzeige doch so schön:

Baugerüst, 6 Etagen hoch, Gebrauchsspuren, umständehalber abzugeben. Hervorragend geeignet zur Versperrung der freien Sicht aus dem Fenster, wird inklusive davorzuspannender halbdurchsichtiger Gaze bereitgestellt. Klappert schön beim Drüberlaufen, also auch was für die Sinne. Versaut 1a alle Fensterscheiben durch querschießende Regentropfen, so daß man stets Freude daran hat. Wurde zuletzt vor drei Wochen betreten, ist nun also quasi herrenlos. Nur in gute Hände abzugeben. Abgabe nur an Selbstabbauer, Standort Hamburg-Winterhude, Telefon XX XX XX XX

Zu spät! Seit heute morgen baut die Gerüstfirma ihr Gerüst vor dem Haus einfach ab. Nachdem sie das Gerüst hinter dem Haus schon vor zweieinhalb Wochen abgebaut hat, fiel scheinbar erst jetzt auf, daß da noch eines fehlte. Na ja, kann vorkommen. Darf mal alles nicht so eng sehen.

Die Baustelle hat somit anstelle der angekündigten zwei Monate nur vier Monate genervt. Hat bestimmt keiner gemerkt. Heute nachmittag wird sogar ein Maler vorbeikommen, um die dabei entstandenen Durchfeuchtungsschäden in Bad und Küche zu erfassen, die ich vor über drei Monaten gemeldet habe. Trocknen braucht Zeit, weiß doch jeder.
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Macsico. Und sonst nix.

Nicht immer objektiv, nicht immer folgerichtig, teilweise sogar vollkommen subjektiv.

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