Verkehrliches

Do
19
Apr
2007

Mehrheitsverhältnisse
(Rubrik: Verkehrliches)

Gestern morgen um 5:30 Uhr war es im Bus Richtung Hauptbahnhof sehr auffällig, daß die Hälfte aller Fahrgäste aus Anzugträgern mit Tasche bestand.

Also scheinbar genau so wie ich auf dem Weg zu irgendeinem Beratungstermin weit weg in Deutschland.

Do
15
Feb
2007

Liveeintrag: Frankfurt Hbf
(Rubrik: Verkehrliches)

Zug nach Hamburg hat mittlerweile 20 - 25 Minuten Verspätung. Als ich am Bahnhof ankam, waren es «nur» 15 Minuten.

Nachtrag, 16.02.2007, 0:45 Uhr: Soeben bin zur Tür hereinspaziert. Es kam nämlich noch dicker - oder wie der 18:58er (ICE 572) ab Frankfurt eine Odyssee unternahm.

In Uelzen wurde der Zug außerplanmäßig gestoppt, bis dahin hatte er konstant 22 Minuten Verspätung durchgehalten.

Per Lautsprecher wurde uns mitgeteilt, daß ein Selbstmordkandidat bei Bardowick gerade Katz und Maus mit der Bundespolizei spielen würde. Weil er sich mit einem Zug ermorden wollte, hatte die Bundespolizei vorsorglich jeglichen Zugverkehr auf dem vor uns liegenden Streckenabschnitt gesperrt, der laut Durchsage voll mit ebenfalls aufgehaltenen Zügen war.

Man hatte daher die Türen unseres Zuges freigegeben, damit wir uns auf dem Uelzener Bahnhof wenigstens mal die Füße vertreten konnten. Nach unerwartet kurzem Aufenthalt ging es dann doch weiter, so daß sich bis Lüneburg 30 Minuten Verspätung angesammelt hatten.

Hinter Lüneburg wurden der Zug wieder ausgebremst. Laut Durchsage des Zugbegleiters wäre die Bundespolizei immer noch dabei, der Person in Bardowick «habhaft» zu werden. Dann kam die Durchsage, daß der Zug nun eingleisig an der Gefahrenstelle vorbei geführt werden sollte, und dabei nur mit Mindestgeschwindigkeit von 10 bis 15 km/h fahren sollte, um eine Gefährdung des immer noch herumlaufenden Kandidaten auszuschließen.

Auf diese langsame Vorbeifahrt mußten wir wiederum warten.

Zwischenzeitlich wurde das Bistro auf die kostenlose Ausgabe von alkoholfreien Warm- und Kaltgetränken umgestellt. Irgendwann rechnete uns der Zugbegleiter per Durchsage vor, daß wir nun bei ca. 60 bis 65 Minuten Verspätung angelangt wären.

Kurz vor Radbruch teilte er uns mit, daß eine Lok im dortigen Bahnhof einen Achsenschaden (oder so ähnlich) hätte, so daß wir auch dort wieder langsamer fahren mußte.

Insgesamt 85 Minuten Verspätung. Sie teilten freiwillig die Erstattungsgutscheine im ganzen Zug aus. Und ich denke, daß das Zugbegleiter-Team drei Kreuze unter Tage wie diesen macht.

In der U-Bahn in Hamburg sprach ich noch kurz mit einer jungen Frau über den ganzen Abend im Zug. Sie erzählte mir dann, daß bereits ihr Zug aus Stuttgart zu spät kam, weil Leute auf den ICE geschossen hätten.

War heute irgendwie der deutschlandweite «Aktionstag der Bahnhasser», und ich habe das nicht mitbekommen?

Do
1
Feb
2007

Nächtliches Zusammentreffen
(Rubrik: Verkehrliches)

Kaum schaut man mal spätabends im Restaurant nicht auf die Uhr, schon fährt die U-Bahn nicht mehr durchgehend zurück in Richtung Innenstadt und endet deutlich vorher. Zum Glück gab es an der Station «U Ochsenzoll» freundliche Hochbahn-Angestellte, die mir verrieten, wie man trotzdem nach Winterhude und somit nach Hause kommt.

Oder man fragt die SMS-Auskunft des HVV. Auf die Idee kam ich aber erst, nachdem ich bereits an der Haltestelle stand, die ich mir soeben inklusive Liniennummer und -richtung erfragt hatte und das dortige Plakat zu dem Thema sah.

Nun fahren in Hamburg wochentags immerhin Nachtbusse (im Gegensatz zu Frankfurt mit seinem reinen Wochenend-Betrieb), aber sie fahren nicht sehr häufig. In meinem Fall lief es auf 40 Minuten Wartezeit hinaus. War aber nicht schlimm, denn ich war ja nicht allein. Da war noch so ein Gestrandeter wie ich, mit dem ich mich trotz seiner Fahne noch einigermaßen unterhalten konnte, da er nicht sturzbesoffen war.

Und dann kam der junge Türke. Er fragte auch, wann der Bus kommen würde. Mittlerweile waren es noch 30 Minuten bis zu dessen Ankunft. Und dann fing er einfach an zu erzählen, daß er die wenigen Nachtbusse seltsam finden würde, in der Türkei würden die Busse 24 Stunden am Tag fahren. Er gab zu, daß er aber noch nicht alles so gut kennen würde, er wäre erst wieder 16 Monate in Deutschland, nachdem er es als 3-jähriger auf Wunsch seiner Eltern verlassen mußte.

Das Gespräch setze sich fort und kam vor allem dann in Gang, als sich herausstellte, daß er so wie ich auch mal in Offenbach/Main gewohnt hatte. Eine Stunde später stieg ich dann an meiner Zielhaltestelle aus dem Bus aus und hatte ein gutes langes Gespräch mit einem modernen, aber trotzdem traditionsbewußten jungen Türken geführt.

Unsere Themen reichten von gutem türkischen Essen über Fehlinterpretationen des Korans durch die islamistischen Terroristen bis hin zu Atatürks Leistungen für die moderne Türkei. Dann hatte er auch noch von seiner fleissigen deutschen Frau erzählt, welche im Nahverkehr tätig ist und von der er eine hohe Meinung hat.

Für mich war dieses Gespräch die schöne Abrundung eines gelungenen Abends.

Mi
15
Nov
2006

ÖPNV-Tarife für Fortgeschrittene
(Rubrik: Verkehrliches)

Hat letzte Woche Donnerstag angefangen. Da habe ich mich für ein 4-Tage-Seminar Ende November im Lübeck angemeldet. Ist nicht weit weg, kann man gut mit dem Zug hinkommen, dachte ich. Für die Verbindung selbst stimmt das sogar. Aber der Reihe nach.

Zuhause warf ich flugs die Reiseauskunft der Deutschen Bahn an und ließ mir Verbindungen heraussuchen. So weit, so gut. Aber oh weh, die Bahn konnte mir keinen Fahrpreis dafür nennen, was mich stutzig machte.

Lübeck ist doch gar nicht im HVV, das hatte ich noch von der Tariflandkarte im Hinterkopf - oder gibt es da einen Übergangstarif (Achtung, wichtiges Wort!) für Reisende aus dem HVV-Gebiet? Schließlich ist der HVV schon seit zwei Jahren recht weit nach Schleswig-Holstein rein gültig.

Also warf ich als nächstes meinen allwissenden HVV-Geofox an, der bestimmt dazu was sagen könnte. Richtig, er teilte mir mit: «Es gilt der Schleswig-Holstein-Tarif, HVV-Tarif gilt nicht.»

Was für ein Tier? Ich dachte, ich fahre mit der Deutschen Bahn AG im Bahntarif? Scheinbar nicht, also arbeitete ich mich durch die Weiterleitungsseite bis zur eigentlichen Nahverkehrsseite des Schleswig-Holstein-Tarifs vor. Der Menüpunkt «Preisberater» gaukelte mir das nahe Ende meiner Suche vor, doch wirklich zweifelsfrei beraten hat er mich auch nicht.

Nach einigem Herumprobieren merkte ich nämlich, daß meine HVV-Jahreskarte für den Großbereich Hamburg bisher nicht in der Berechnung drin war, obwohl damit ca. die Hälfte der Strecke im HVV verläuft. Also suchte ich den letzten HVV-Bahnhof im Großbereich heraus und ließ mir dann von dort aus die Preise nach Lübeck zeigen.

Und da wurde ich dann stinkig. Die für meine Verbindung gültige «Tarif Auskunft» (Tarif-Auskunft-SH-Tarif (pdf, 44 KB) besteht aus einer sehr großen Tabelle, die einen mit genau 78 (!) Tarifmöglichkeiten auf zwei möglichen Streckenverläufen mehr als erschlägt.

Selbst bei Wegfall der zweiten Streckenvariante blieben noch 39 verschiedene Preise übrig, mit denen man die Strecke von Ahrensburg nach Lübeck bezahlen könnte. Der bunte Strauß an Tarifen umfasste jegliche Fahr- und Zeitkarte in jeder Rabattierungsstufe in jeder Klasse. Das war so hilfreich wie der Verweis auf einen Duden, in dem jedes deutsche Wort drinsteht. Nach dem Durchlesen aller Varianten kam ich zu der Ansicht, daß eine Übergangskarte 2. Klasse wohl die richtige Karte wäre.

Sie war bloß bemerkenswert billig, das war ihr einziger Schönheitsfehler. Das ließ mir keine Ruhe - am Ende würde ich die falsche Karte kaufen und dann würde es richtig teuer werden. Daraufhin durchforstete ich die Tarifbestimmungen des SH-Tarifs und stellte fest, daß das kleine unschuldige Wörtchen «Übergang» in Schleswig-Holstein-Tarif anders benutzt wird als in allen anderen mir bekannten Verkehrsverbünden Deutschlands.

Dort stellt ein «Übergangstarif» die preisliche Übereinkunft zwischen zwei aneinander grenzenden Verkehrsverbünden dar, die Kunden des jeweils anderen Verbundes gegen Zahlung eines kleinen Aufpreises unter Anerkennung der fremden Karte/Tarife zu befördern. Ein «Übergang» im Tarifgeflecht des SH-Tarifs stellt hingegen die kostenpflichtige Möglichkeit dar, in die 1. Klasse einer Zugverbindung zu wechseln, was in einem Bus-dominerten Bundesland besonders sinnig ist.

Um den Wahnsinn auf die Spitze zu treiben, erläutern die Tarifbestimmungen sogar genau, daß man bei Fernzügen in das HVV-Tarifgebiet hinein und heraus fahren dürfe und der SH-Tarif dort Gültigkeit hätte. Umgekehrt gilt das natürlich nicht - somit wurde also mein Fall gar nicht berücksichtigt.

Lange Rede, kurzer Sinn - heute rief ich die kostenpflichtige Tarifauskunft an und wünschte eine Antwort. Einzelfahrten unter Zuhilfenahme meiner BahnCard war die Antwort. Hat sie mir vorgerechnet, und stimmte auch in meinem speziellen Fall. Konnte sie aber nur sagen, weil sie diesen gesteigerten Wahnsinn selbst erst länger lernen mußte, bevor sie ihn anwenden konnte.

Und warum habe ich das nun alles hier aufgeschrieben? Ich wollte mal aufzeigen, was diese wahnsinnigen Schreibtischtäter (auch bekannt als Tarifgestalter) sich in ihren warmen Stuben für einen Blödsinn ausdenken, um einem die Bezahlung (!) einer Fahrt von A nach B so schwierig wie möglich zu machen, wenn drei verschiedene Tarifpartner davon betroffen sind.

So bekommt man die Leute nicht aus den Autos rauf auf die Schiene und in die Busse ...

Nachtrag: Der Kauf der angeratenen Einzelfahrkarte hier in Hamburg (!) ist auch so ein Brüller. Ich soll am grauen (nicht die orangen HVV-Kisten) DB-Fahrkartenautomaten erstmal «8888» tippen, damit ich das Gerät auf eine andere Ausgangshaltestelle als den aktuellen Standort umschalte, um dann erst den eigentlichen Zielcode einzugeben und die Karte danach mittels der Taste «Ermäßigung BahnCard» auf meinen Wunschpreis einzustellen. Wäre anfangs schwer, aber mit der Zeit ginge das, beruhigte mich die Dame von der Tarifauskunft.

Nun muss ich also das Gerät noch quasi programmieren für EINE Fahrkarte. Ich wollte doch eigentlich nur preiswert fahren ...

So
5
Nov
2006

«Hallo und guten Abend!»
(Rubrik: Verkehrliches)

Kaum kommt man nach ein paar Tagen aus Berlin zurück, schon grüßt einen der erste (!) Hamburger Busfahrer aufs Freundlichste.

In Berlin wurde ich hingegen das Gefühl nicht los, daß die meisten Busfahrer dort persönliche Bekanntschaft mit dem Henker pflegen.

Fr
7
Jul
2006

Russisch Bahnroulette
(Rubrik: Verkehrliches)

Bahnfahrt von Frankfurt nach Hamburg mit geplantem Umstieg in Hannover. Eigentlich ganz einfach. Oder auch nicht.

Teilstrecke 1:
Der ICE 776 aus Saarbrücken endete als per Durchsage angekündigter Totalausfall in Frankfurt/Main Hbf. und wurde durch einen zum IC hochtitulierten alten IR-Zug ersetzt, bei absolut freier Platzwahl. Angesichts eines ganzen Zuges voller Passagiere, der gleich den Ersatzzug stürmen würde, schnappte ich mir den nächstbesten Platz, um irgendwas zum Sitzen zu haben. Durch die Ersatzzugaktion fuhr der Zug 18 Minuten später los, was mir ziemlich unpraktisch für meine 13 Minuten Umsteigezeit in Hannover erschien.

Im Zug war der kurz vor Kassel mittlerweile wieder ansprechbare Zugbegleiter so freundlich, die Zugbindung meiner Fahrkarte per Eintrag & Zange aufzuheben, nachdem ich ihm das Dilemma mit dem Umstieg geschildert hatte. Die Aufhebung der Zugbindung hat bei Sparpreisfahrkarten die Folge, daß man den nächstbesten Zug zum Zielbahnhof nehmen kann, ohne den sonst üblichen Aufpreis bei Zugwechsel zahlen zu müssen. Also stieg ich in Kassel aus und nahm den nächsten Zug nach Hamburg, der erfreulicherweise auch wieder eine 1. Klasse aufwies, in die meine langen Beine ohne Ersatzzug-Verrenkungen reinpassten.

Teilstecke 2:
Der Zug fährt problemfrei, klimatisiert und leise weiter bis Hannover, wo man uns höflich aber deutlich mitteilt, daß wegen eines Stellwerkschadens bei Radbruch (ja!) eine weitläufige Umleitung über Verden bei Bremen erfolgen würde. Die voraussichtliche Ankunftsverzögerung würde etwas 30 Minuten betragen, genaueres wisse man erst später. Bis Hamburg Hbf. schaffte es der Zug dann immerhin mit "nur" 22 Minuten Verspätung auszukommen.


Meine Meinung:
Ja, ich fahre gerne Zug, ich benutze Züge viel lieber als Autos, Flugzeuge oder Reisebusse, wenn es um Fernreisen mit langen Sitzzeiten geht. Durch meine langen Beine brauche ich einfach Platz, den in dieser Form bisher nur ein Zug bietet.

Nein, ich fahre nicht gerne mit der Deutschen Bahn AG, wenn sie ihr eigenes Netz und ihr eigenes Wagenmaterial nicht wirklich gut pflegt und permanent ein hohes nicht geringes Ausfallrisiko über meinen Fahrten schwebt. Wenn alles klappt (wie meistens), ist es sehr entspannend - aber wehe, wenn mal der Wurm drin ist. Dann steht man plötzlich mit nur wenigen Informationen im Regen und kann noch nicht mal Alternativen planen, weil einfach Infos fehlen.

Auf Teilstrecke 1 erzählte eine gerade aus der Schweiz kommende Frau, wie gut dort die Schweizer Bahn funktionieren würde, solche Verspätungen gebe es dort eigentlich nie. Klar ist die Schweiz deutlich kleiner als Deutschland, aber muss der große Riese Deutschland denn ständig an eigentlich machbaren großen Zukunftsaufgaben scheitern?

Die Deutsche Bahn AG wirbt zur Zeit mit dem Spruch: "Offizieller Mobilitäts- und Logistikdienstleister der FIFA WM 2006". Mir würde es schon reichen, wenn sie den Regelbetrieb wieder deutlich besser hinbekommen würde, anstatt Großveranstaltungen zu sponsorn. Gäste sollen natürlich einen guten Eindruck bekommen aber Einheimische freuen sich auch, wenn alles reibungslos klappt. Und zwar deutlich länger als die Gäste.

Do
6
Jul
2006

Wochentags-Bingo
(Rubrik: Verkehrliches)

Heute stand die Dienstreise nach Düsseldorf mit dem 7-Uhr-Zug an. Boooahh ey, so früh aufstehen! Also nahm ich mir vor, im Zug noch etwas Halbschlaf zu genießen.

Im Zug angekommen schnappte ich mir das ausliegende Bahn-Faltblatt "Ihr Reiseplan", um herauszufinden, wieviele Stationen ich dösend überspringen könnte. Der Flyer enthält für alle Haltebahnhöfe die jeweils wichtigsten Anschlusszüge und eben eine Auflistung der Bahnhöfe selbst.

Die deutsch-niederländische Beschriftung des Deckblatts signalisierte mir, daß ich einen ICE-International Richtung Niederlande bestiegen hatte. Da ich also gleich sowieso mit einer halbschlafstörenden und gewöhnlich dreisprachigen Ansage (Deutsch, Niederländisch, Englisch) zugetextet werden würde, blätterte ich noch etwas weiter.

Bei "Utrecht Centraal" blieben meine Augen hängen. Da standen viele verschiedene Anschlußzüge. So sah es auf den ersten Blick aus. Dann schaute ich nochmal. Erstaunt. Belustigt.

Utrecht-CentraalKlick mich!
(Quelle: DB Vertriebs GmbH: "Ihr Reiseplan / Reis-informatie", ICE International 222, Juni 2006)

Man beachte in Zeile 1 bis 6 die stets gleichlautenden Zugnummern auf vollkommen unterschiedlichen Gleisen an unterschiedlichen Tagen. Müssen sich Niederländer für fast jeden Tag der Woche andere Gleise merken - jedenfalls in Utrecht? Und das auch noch mit unterschiedlichen Abfolgen von Zielbahnhöfen?

Arme Niederländer, das habt ihr nicht verdient, den Bahnhof an fast jedem Tag der Woche suchend nach dem jeweils gleichen Zug abzulaufen. Um dann zu beten, ob der Zug denn überhaupt den Wunschbahnhof ansteuert.

Mo
17
Apr
2006

Stille, ganz unten
(Rubrik: Verkehrliches)

Hauptbahnhof Nord, U2 Richtung Wandsbek Gartenstadt. Ostersonntagabend, halb zehn. U-Bahn soeben verpasst. 10 Minuten bis zur nächsten. Station nahezu leer, eine Person kommt am anderen Ende der schmalen schlauchförmigen U-Bahn-Station gerade herein. Mein ist die Sitzbank.

Viel Stille. Sehr leises Rauschen, aber ansonsten kein Zuglärm, kein Straßenlärm. Hat was geheimnisvolles. Was auffällig stilles, direkt unter dem Hamburger Hauptbahnhof. Abgeschnitten, und doch mittendrin. Jeder Klang hier unten klingt anders, gedämpft, verursacht durch spezielle Deckenplatten zur Lärmabminderung der Zugfahrgeräusche. Jeder Fußtritt ist hörbar. Jede Stimme wird klar erkennbar. Man hört fast alles, was auf der anderen Seite des Tunnels gesagt wird, wenn nicht zuviele durcheinander sprechen.

Langsam füllt sich die Station wieder. Stimmengewirr, Lachen, der Tunnel dröhnt von der herannahenden U2 Richtung Wandsbek Gartenstadt. Abfahrt und Zeit für die nächste Stille.




Nachtrag 19:50 Uhr: Im Wikipedia-Artikel zum Hamburger Hauptbahnhof ist weit unten auf der Seite ein Bild der Station Hauptbahnhof Nord. Zug wegdenken, und schon ist obige Situation etwas besser nachvollziehbar.

Do
15
Dez
2005

Männer oder Fahrpläne, wo ist da der Unterschied?
(Rubrik: Verkehrliches)

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Mehr dazu im Posting vom 14. Juni 2007.

Alles ehemals bei flickr gespeicherten Fotos liegen nun unter:
http://home.arcor.de/macsico/index.html
Neue Kampagne der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) zum Fahrplanwechsel. Mir gefällt die freundlich in Szene gesetzte Doppeldeutigkeit des Spruchs "Mein Alter ist von gestern".
Gleichzeitig gefällt mir, daß in diesem Fall die Frau den Mann ausgewechselt hat - mit einem spitzbübischen Lächeln.

Do
1
Dez
2005

Hah! Geschafft!
(Rubrik: Verkehrliches)

Nachdem die erste Fotos der Serie "Strassenbahn und Licht" ganz vernünftig ausschauten, wollte ich das wiederholen und ausbauen.

Klappte aber nicht. Erst hatte ich nicht raus, wie ich den neuen Polarisationsfilter zur Abmilderung von Glasscheiben-Reflexionen ausrichten muss. Dann bekam ich nicht den richtigen Sitzplatz in der Straßenbahn, so daß zuviel Werbung mit im Bild war. Dann hatte ich die Kombination aus Blende und Belichtungszeit nicht vollständig im Griff.

Heute abend hat es geklappt. Alle obigen Einschränkungen konnten ausgeräumt werden. Ergebis wie immer bei flickr zu besichtigen. Heissen "Strassenbahn und Licht" 6 bis 13.
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Macsico. Und sonst nix.

Nicht immer objektiv, nicht immer folgerichtig, teilweise sogar vollkommen subjektiv.

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