Waehlerisch

Mi
27
Feb
2008

Ergebnisverspätung
(Rubrik: Waehlerisch)

Hamburgs Landeswahlleiter Willi Beiß hat die für heute vorgesehene Verkündung des vorläufigen amtlichen Gesamtergebnisses der Bürgschaftswahl auf Freitag verschoben. "Bis zu unserer Deadline 11 Uhr waren erst 5 der 17 Wahlkreise fertig", sagte der Sprecher des Landeswahlamtes, Ralf Kunz, am Mittwoch. Als Grund nannte er unter anderem, dass die Wahlvorstände zum Teil zunächst die Ergebnisse der Bezirksversammlungswahl ausgezählt hätten und nun nicht mehr rechtzeitig die Bürgerschaftswahl-Ergebnisse liefern könnten.(Quelle: NDR Online - Pannen beim Hamburger Auszählmarathon)

Ich sach' da mal besser nix zu. ;-)

Di
26
Feb
2008

Zähltage (2) (Update 1)
(Rubrik: Waehlerisch)

Die Auszählung der Stimmzettels für den Wahlbezirk, in dem ich eingesetzt war, konnte von unserem Team bereits heute nachmittag beendet werden. Einerseits hatten wir eine niedrige Wahlbeteiligung von um die 50% (bezogen auf den Wahlbezirk, ohne Briefwähler), andererseits haben wir durch unsere straffe und einwandfreie Vorgehensweise bereits im ersten Anlauf ein nicht zu beanstandendes Endergebnis abgeliefert. Diverse andere Bezirke in unserem Stockwerk waren vor uns fertig, kamen aber nicht sauber durch die erste Ergebnisprüfung durch.

Morgen ist dann ganztägig Ruf-Bereitschaft für eventuelle Wahlprüfungen, für die wir dann gegebenenfalls wieder antreten müssen. Nachtrag, 27.02.2008, 15:58 Uhr:
Es kommt bereits in anderen Bezirken zu Verspätungen. Der lokale Fernsehsender "Hamburg 1" sendet anstelle der Sondersendung zur Verkündung des Bürgerschaftswahlergebnisses eine Endlosschleife des Kurzberichts zur Verschiebung.

Mo
25
Feb
2008

Zähltage (1)
(Rubrik: Waehlerisch)

Eine umfangreiche Wahlauszählung startet dann erfolgreich, wenn der Wahlbezirksleiter sowohl den kompletten Überblick hat und auch in der Lage ist, seine Gruppe sowohl hervorragend zu motivieren als auch alle durch geschickte Anpassung der Arbeitsprozesse einzubinden. Um uns herum wurde hingegen oft viel zu viel sinnlos diskutiert.

So
24
Feb
2008

Wahlsonntag
(Rubrik: Waehlerisch)

Zur Landtagswahl in die Kirche? OK, hier wird es Bürgerschaftswahl genannt. Ja, das geht hier in Hamburg.

Und zwar in die Bugenhagenkirche, die für die Wahl freundlicherweise von der Kulturbühne Bugenhagen für die Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung Hamburg-Nord bereitgestellt wurde.

Aber nur, wenn man im Wahlbezirk 419.01 wählen darf, für den ich als stellvertretende Wahlbezirksleitung bestellt wurde. In 2,5 Stunden beginnt meine eigentliche Schicht, die aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in der Eingangshalle der Bugenhagenkirche stattfinden wird, die es seit einem Umbau vor einigen Jahren gibt. Im Grunde ist es nämlich ein Mehrzweckbau, der mittlerweile nicht mehr als Kirche genutzt wird.

Nachtrag, 24.02.2008, 22:45 Uhr:
So, um 21:45 Uhr war die Wahlschlacht geschlagen - für heute. Hat alles ganz gut funktioniert, kaum schwierige Fälle. Die Spedition, welche die versiegelten Wahlurnen abholen sollte, kam später als angekündigt. Ab morgen zählen wir dann unter anderem die Mehfachstimmenstimmzettel (O-Ton Landeswahlleiter) aus, dafür treten wir mit ca. 3.000 Wahlhelfern in einem ansonsten leerstehenden Bürogebäude in der City-Nord zusammen an.

So
17
Feb
2008

Konzeptlosigkeit? (Update 1)
(Rubrik: Waehlerisch)

Mitte stärken

Schwarz-grün verhindern

Die Stimme der Freiheit
(Quelle: Straßenplakat der FDP zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft 2008)

Ja. Nee! Ach?

Mal ganz losgelöst von meiner eigenen Meinung und Parteipräferenz: Was soll man von einem Partei-Landesverband halten, der sich selbst nur als Verhinderer anderer Mehrheitsverhältnisse ins Gespräch bringt? Eigene Vorschläge oder Programmpunkte enthielt das Plakat nämlich nicht.

Hat da jemand am Ende jemand richtig Muffensausen, schon wieder den Einzug ins Stadtparlament zu verpassen, so wie beim letzten Mal?

Merke: wer um die 5%-Hürde herum pendelt, neigt zu Schweißausbrüchen.

Nachtrag, 18.02.2008, 18:27 Uhr:
Die FDP scheint hier in Hamburg wirklich verzweifelt zu sein - die angeheuerte Werbeagentur hat einfach mal mit Blog-Spam um sich geworfen. Natürlich so, daß keiner den untergejubelten Braten riechen sollte. Haha.

Mehr dazu bei Heise online:

Sa
9
Feb
2008

Hamburger Wahlsplitter 2008
(Rubrik: Waehlerisch)

  • Meine Briefwahlunterlagen sind eingetroffen. Hier in Hamburg dürfen wir nun auch kumulieren und panaschieren. Der Haufen, bestehend aus vier Ankreuzheftchen, zwei Kandidatenlisten und zwei Einzelblättern (geschätzte 35 Seiten DIN-A4!) wurde gelesen, verstanden, ausgefüllt, und der Output kommt nachher in den nächsten Briefkasten.
  • Meine Bestellung als Wahlhelfer geht in die nächste Runde. Montag Abend ist Schulungstermin in einer Schul-Pausenhalle. Gleichzeitig mit dieser Einladung trafen Geschäftsordnung und weitere Handlungsvorgaben ein. Meinen Wahlbezirksleiter werde ich auch am Montag kennenlernen.
  • Für Unentschlossene hält die Homepage zur Wahl auch einen Hamburg-spezifischen Wahl-O-Mat bereit. Wer sich also noch unsicher ist, kann seine eigene Entscheidung anhand der anonymisierten Wahlprogrammaussagen mal gegenprüfe. Als Freak führt man natürlich auch die J2ME-Version auf seinem Java-Handy mit sich, um andere in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen - oder gänzlich zu verwirren. ;-)
    Dem dortigen Hinweis, daß JAD und JAR-Dateien-Einrichtung was für technisch Versierte wären, halte ich lächelnd das Programm PhoneDirector entgegen, mit dem das Hochladen ein Kinderspiel ist: mit Mobiltelefon verbinden, JAD-Datei auswählen, Hochladen-Knopf anklicken, fertig.
    Bei meinem ersten Wahl-O-Mat-Eigenversuch anlässlich der Bundestagswahl 2002 lagen meine Erwartung und mein Ergebnis noch einigermaßen weit auseinander, heute landete ich im erwarteten Zielgebiet. Älter und weiser? Hoffentlich. ;-)

Mi
30
Jan
2008

Wahlfreiheit
(Rubrik: Waehlerisch)

Die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft steht am 24. Februar an. Ich hatte mich aufgrund dieses Aufrufs noch am gleichen November-Tag als Wahlhelfer gemeldet, da ich zwar geflucht habe über diese Wahlstiftnummer, mir aber auch klar war, daß Jammern alleine nicht hilft.

Aufgrund bisher ausbleibender Rückmeldung bei immer näher kommendem Termin telefonierte ich heute mit meinem zuständigen Bezirksamt, um abzuklären, ob ich überhaupt berufen werden würde.

Die Ansprechpartnerin erklärte kurz das Auswahlverfahren für normale Auszählungshelfer, welches nicht in den Bezirksämtern stattfinden würde - und fragte mich daher umgehend, ob ich auch als Wahlvorstand oder dessen Stellvertreter in einem Wahllokal antreten würde? Das wiederum wird in den Bezirksämtern durchgeführt, und da mittlerweile zu viele Zählhelfer, aber zu wenige Wahlvorstände vorhanden wären, suche man dringend nach Leuten, die sowohl dafür geeignet als auch bereit sind.

Nach einer Kurzvorstellung meinerseits war sie davon überzeugt, daß ich für beides geeignet wäre - und daher werde ich nun als Stellvertreter für ein Wahllokal in meiner Nähe vorgeschlagen. Damit hatte ich nun nicht gerechnet - aber nun habe ich endlich Terminklarheit.

Und einmalig auch mehr Aufwandsentschädigung, denn das Erfrischungsgeld wurde ja nachträglich im Dezember massiv angehoben, um das Wahlstiftdebakel noch auffangen zu können. Die nächsten Wahlen werden hoffentlich wieder ruhiger und vor allem kostengünstiger ablaufen. Persönlicher finanzieller Vorteil hin oder her - am Ende bezahlen wir doch immer selbst die Zeche, welche uns von den Politikern eingebrockt wurde.

Do
4
Okt
2007

Wer hat Angst vorm bösen Volk? (2)
(Rubrik: Waehlerisch)

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Obiges Foto zeigt die Papiermengen, die jeder wahlberechtigte Hamburger Bürger mittlerweile in seinem Briefkasten gefunden haben sollte, sofern dem Landeswahlamt nicht noch weitere Verzögerungen bei der Zusendung unterlaufen sind.

Die im obigen Abendblatt-Artikel erwähnten Kosten hätten sich übrigens lässig verkleinern lassen, wenn der CDU-Senat die Abstimmung parallel zur Bürgerschaftswahl im Februar 2008 ermöglicht hätte. Haben sie aber nicht. Hat da etwa jemand Angst, daß dann zuviele Bürger am Volksentscheid teilnehmen würden?

Es geht immer noch um den Volksentscheid "Hamburg stärkt den Volksentscheid", den ich bereits im letzten diesbezüglichen Artikel erwähnt hatte.

Bei der Durchsicht der im obigen Abstimmungsbrief enthaltenen Stellungnahmen der Initiatoren und aller Bürgerschaftsfraktionen zeigte sich die wiederum die CDU sehr zurückhaltend mit ausführlichen Argumenten oder sogar ihrem eigenen Namen.

Noch mehr undercover als schon in der Straßenplakatierung geht doch eigentlich nicht - dachte ich. Aber seht selbst. So geht das 8 Seiten lang im ewig gleichen Stil, immer ohne Namensnennung:

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Nur auf dem Deckblatt des Landeswahlamts steht überhaupt drauf, daß eine CDU-Stellungnahme in der Broschüre enthalten ist. Und sonst nirgendwo! Das erinnert mich irgendwie an unehrenhafte Geschäftemacher, die auch nirgendwo ihren echten Namen auftauchen lassen, sich aber trotzdem lautstark zu Wort melden, wenn es um die Beschneidung ihr Privilegien geht.

Schaut man sich hingegen die Stellungnahme der Initiatoren an, so entdeckt man vor allem eines: Texte. Erklärungen, Argumente, Befürworter melden sich - und eine Bekanntgabe der Verantwortlichen für die Volksentscheid gibt es auch:

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Auch die Stellungnahme der SPD- und der GAL-Fraktion zeigen auf, daß man eher der Kraft der Argumente vertraut - und zum eigenen Parteinamen steht, wie die Kopfzeile verrät:

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Alle anderen stehen zu ihrem Namen, bloß die Hamburger CDU-Bürgerschaftsfraktion verschweigt in den bisher angeführten Beispielen seltsam offensichtlich ihre Urheberschaft. Warum eigentlich? Haben Sie was zu verbergen? Oder haben sie etwa Angst, daß der mündige Bürger nur alleine deswegen ein JA-Kreuzchen machen könnte, um der CDU eines auszuwischen für den vergurkten Verkauf der Landesbetriebe Krankenhaus?

Die Privatisierung der Landesbetriebe Krankenhaus (LBK) stellt sich mittlerweile als immer größeres finanzielles Desaster heraus, da bisher weder alle Zahlungen vom Käufer geleistet worden sind noch die tatsächlich hohe Rückkehrer-Quote der Bediensteten der zu niedrigen Erwartung entsprach.

Gegenwärtig wollen 1.960 Bedienstete von ihrem Rückkehrrecht in den Öffentlichen Dienst Gebrauch machen, so daß ca. 74 Mio EUR mal wieder vom Steuerzahler zu blechen sind.

Die Hamburger hatten sich im damaligen Volksentscheid gegen den Verkauf entschieden, aber die Hamburger CDU hat den Deal trotzdem durchgezogen. Rechnen können sie also nicht wirklich - aber das ist ja auch kein Wunder bei einer Partei, die sich gemäß der letzten Bürgerschaftswahlen als Mehrheit bezeichnet, obwohl nur 32% aller Wahlberechtigten für sie gestimmt haben:

"Sie regieren mit der CDU mehrheitlich aufgrund von 389 170 Stimmen von 1,214935 Millionen wahlberechtigten Bürgern - also mit einem 32-Prozent-Anteil der möglichen Stimmen", so die Gewerkschafter. "Dem gegenüber haben 588 952 aller Wahlberechtigten (48,5 Prozent) gegen den Verkauf der LBK-Kliniken gestimmt, was Sie leider nicht kümmerte. (Quelle: Hamburger Abendblatt: Gewerkschaften werfen Ole von Beust Unredlichkeit vor (29. September 2007))

Die tatsächlichen Stimmenanzahlen (und die relativen Prozente, bezogen auf die Gesamtheit aller Wahlbeteiligten), kann man in diesem Dokument des Statistikamts Nord nachlesen.

Insofern verstehe ich mittlerweile schon, wovor die CDU in Hamburg Angst hat - vor der absoluten Mehrheit der Wähler, denn sie haben damals ja nur die relative Mehrheit der Wähler hinter sich versammeln können.

Unter diesem Gesichtspunkt machen die aushängenden CDU-Plakate fast schon wieder Spaß, zeigen sie doch wenige schwarze Punkte, die viele rote Punkte regieren - also genau so, wie es gegenwärtig vom CDU-Senat durchgezogen wird. Eine Minderheit drückt der Mehrheit ihre Meinung auf.

Das sollten wir doch besser mal ändern, oder? Passt sowieso nicht so ganz zu meinem Demokratieverständnis, so eine Kampagne (fast) ohne Namen.

Mi
26
Sep
2007

Wer hat Angst vorm bösen Volk? (1)
(Rubrik: Waehlerisch)

(klick mich!)

weitere Fotos von Macsico

Werbung im Vergleich - 3 (12 Fotos bei 23hq)

Anlässlich des Volksentscheids "Hamburg stärkt den Volksentscheid" hat die gegenwärtig in Hamburg regierende CDU auch Außenplakate aufgestellt.

Für mich ist daran interessant, auf welche Art und Weise sie für ihre Position werben. Sie agieren nämlich sehr ähnlich wie die allseits bekannten Mobilfunkfirmen. Diese verraten auch erst im Kleingedruckten, was einen denn nun genau erwartet, wenn man der großgedruckten Werbung auf den Leim gegangen ist.

Als Vergleich habe ich mal beliebige Mobilfunker-Werbung fotografiert, um auf die frappierende Ähnlichkeit hinzuweisen.

Warum versteckt eine große deutsche Volkspartei ihren Namen auf einem Plakat, auf dem es um die Hamburger Verfassung geht? Wollen sie etwa nicht erkannt werden?

So
26
Mrz
2006

Liebe Google-Sucher,
(Rubrik: Waehlerisch)

der Artikel über den Wahlzettel zur hessischen Kommunalwahl ist hier (klicken).
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Macsico. Und sonst nix.

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